Logo

Undine. Oper von E. T. A. Hoffmann. Entwurf der 10. Dekoration. Kühleborns Wasserpalast

Ident. Nr.: SM 22c.173 = SM C.30 (alt)

ObjID: obj:1504401

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1815/1816
Abmessungen
Blattmaß: 33,2 x 56,4 cm

Objektbeschreibung

Das Schlussbild der Zauberoper "Undine" zeigt den grün schimmernden Wasserpalast als phantastisches Traumgebilde des Wassergeistes Kühleborn. Er hat gesiegt, Undine ist in sein unterirdisches Reich zurückgekehrt und mit ihr der Sterbliche Huldbrand, der nun selbst zum Wassergeist geworden ist. Zu sehen ist das dreibogige Portal des mit Korallen, Perlen und Muscheln geschmückten Wasserschlosses. In der mittleren Arkade erscheint Kühleborn als kalte Lichtgestalt mit ausgebreiteten Armen. Zu seinen Füßen sitzt, wie eine heidnische Pietà, Undine mit dem toten Huldbrand im Arm. Im Vordergrund haben sich Wassergeister und Seenixen zu einem Reigen versammelt. Die Handlung auf der Bühne ist stillgestellt: Die Schauspieler haben sich zu einem lebenden Bild und abschließenden Lied versammelt.
Text: Anna Marie Pfäfflin (2011)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Der Petersfriedhof in Salzburg

Der Petersfriedhof in Salzburg

Zwei mehrwöchige Salzburger Aufenthalte wurden für Ferdinand Olivier in den Jahren 1815 und 1817 zum künstlerischen Schlüsselerlebnis. Wie auch die anderen deutschen Maler seines Wiener Umkreises, die in diesen Jahren die Landschaft des Salzkammergutes entdeckten, fand er hier zu seiner gültigen Landschaftsauffassung. In zahlreichen, zum Teil erst nach seiner Rückkehr in Wien ausgeführten Blättern verbindet er die Motive der Stadt und der Bergwelt zu kunstvollen Kompositionen, Höhepunkte seiner Zeichenkunst.Schon beim ersten Aufenthalt faszinierte ihn der Petersfriedhof, häufiges Motiv bei der romantischen Entdeckung Salzburgs. Er stellte ihn mehrfach in ganz verschiedenen Jahr 1816 datiert eine Bleistiftzeichnung von seiner Hand (Kupferstichkabinett, Dresden; Ludwig Grote: Die Brüder Olivier und die deutsche Romantik, Berlin 1938, Abb. 136), die er mit geringen Unterschieden zweimal wiederholt: durch eine Bleistift- und Rötelzeichnung (Staatliche Galerie, Dessau) und die vorliegende Federzeichnung. Sie wird als unmittelbare Vorarbeit für die Lithographie des Sonnabend-Blattes der Folge »Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden, geordnet nach sieben Tagen der Woche« gedient haben (vgl. Grote 1938, Abb. 137). Die Resonanz, die seine Zeichnungen von Salzburg und Folge von Lithographien in Wien auszuführen. Sie erschien 1823. Die Ansicht zeigt den Petersfriedhof mit dem Blick auf die frühbarocke Arkaden-Reihe und die sich darüber erhebende Nagelfluh-Wand zwischen Mönchsberg und Festungsberg mit der Maximin- und Gertrauden-Kapelle sowie den frühchristlichen Katakomben. Rechts erhebt sich die spätgotische Margarethen-Kapelle. Der Friedhof mit seinen Gräbern und Kreuzen, die Kapellen, schließlich der Begräbniszug im Hintergrund entlang der Arkaden: das alles sind neben der Freude am Motiv auch Aufforderungen des romantischen Künstlers, der Vergänglichkeit des Menschen stets gegenwärtig zu sein.Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 369, Nr. VII.15 (mit weiterer Literatur)