Logo

Skizzen zu Standleuchtern und einem Guéridon

Ident. Nr.: SM 37b.87

ObjID: obj:1505119

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: um 1817
Abmessungen
Blattmaß: 12,8 x 26,0 cm

Objektbeschreibung

Der dreibeinige hochgezogene Standfuß des auf dieser Skizzenfolge in der Mitte dargestellten Standleuchters lässt an Modelle aus dem Palais des Prinzen August denken, wie sie auf dem Aquarell zum Roten- oder Staatszimmer an der Fensterseite abgebildet sind (Inv. SM B.6). Neben weiteren Leuchterentwürfen hat Schinkel auch einen Guéridon festgehalten. Unter der Zarge des Tischchens zeichnete Schinkel umlaufend kleine kreisförmige Objekte, vgl. hierzu einen russischen Guéridon mit umlaufenden kleinen Lorbeerkränzen und eingespannten Adlern (Lit.: Antoine Chenevier̀e: Russian Furniture: The golden age 1780-1840, London 1988 mit Abb. 214). Die Ausführungen sind sicherlich in Bronze gedacht. Exakte Umsetzungen der Entwürfe sind bislang nicht bekannt.
Text: Birgit Kropmanns (2012)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Sankt Peter von Südosten

Sankt Peter von Südosten

Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)