Logo

Berlin, Wilhelmstraße 72. Palais des Prinzen Friedrich von Preußen, Goldgelbes Zimmer. Entwurf zu einem Sofa und Sessel

Ident. Nr.: SM 37b.110

ObjID: obj:1505149

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Zeichner*in
Unbekannt,
Papierherstellung
Datierung
Herstellung: 1817
Abmessungen
Blattmaß: 16,4 x 29,5 cm

Objektbeschreibung

Anlässlich der Vermählung des Prinzen Friedrich von Preußen, ein Neffe König Friedrich Wilhelms III., mit der Prinzessin Wilhelmine Luise von Anhalt-Bernburg bekam Schinkel 1817 den Auftrag zum Ausbau und zur Neuausstattung des Palais in der Wilhelmstraße. Der Entwurf zeigt ein Sofa mit abgerundeter Rücken- und ovaler Seitenlehnenpolsterung und einen Polsterarmsessel mit kreisrunden Rücken- und ovalen Seitenpolstern für das Palais. Die Gruppe wurde in Mahagoni angefertigt, Einzelteile wie Rosetten wurden vergoldet.
Schinkel entwarf mehrere ähnliche Sitzmöbel, die in ihren Konstruktionsdetails variieren, vgl. etwa das Sofa (Inv. SM 37c.119), den Polstersessel (Inv. SM 37c.116) sowie die Polsterstühle (Inv. SM 22a.10) für das zweite Gesellschaftszimmer der Wohnung Friedrich Wilhelms IV. im Berliner Schloss. Solche Varianten befinden sich im Berliner Kunstgewerbemuseum und in der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.
Text: Birgit Kropmanns (2012)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Sankt Peter von Südosten

Sankt Peter von Südosten

Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)