Logo

Berlin, Wilhelmstraße 102. Palais des Prinzen Albrecht von Preußen. Entwurf zum Fußboden im Wintergarten und Grundriss

Ident. Nr.: SM 46.8

ObjID: obj:1506495

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1830/1831
Systematik/Art
Abmessungen
Blattmaß: 40,1 x 61,6 cm

Objektbeschreibung

Dieser Teilgrundriss des Wintergartens im Palais des Prinzen Albrecht (vgl. auch Inv. SM 22a.23) beinhaltet Angaben zum Fußboden: „Die drei Muster a b c gehen in gleicher Art durch die ganze Länge des Hauses fort. Herr Scheel wird sogleich hiervon eine Probe machen. S.“. Schinkel scheint hier einen Lastrico-Steinboden vorgesehen zu haben. Der Boden wird bei diesem Verfahren aus verschiedenen getönten Gips- und Kalkmischungen von einem Maler (hier Scheel) gegossen. Ein als „Feuerkanal“ bezeichneter Streifen gibt die Länge der Heizung an, durch die der Wintergarten beheizt wurde. Zum Palais des Prinzen Albrecht allgemein vgl. die Angaben zu Inv. SM 22a.25.
Text: Birgit Kropmanns (2012)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Ansicht der Stadt Olevano (Provinz Rom, Italien) mit dem Regenbogen

Ansicht der Stadt Olevano (Provinz Rom, Italien) mit dem Regenbogen

Nahezu während der ganzen Dauer seines jahrzehntelangen Lebens in Rom beschäftigte sich Joseph Anton Koch mit dem Thema Olevano, nachdem er schon 1804 zum künstlerischen Entdecker dieser malerischen Bergstadt geworden war. [...] Fast am Ende einer langen Entwicklung stellt er mit dem vorliegenden Blatt das malerische Sujet in überhöhter, komponierter Übersichtlichkeit dar. Aus vorausgegangenen Naturstudien vom gleichen Standort, von der Casa Baldi aus aufgenommen, die den deutschen Künstlern häufig als Unterkunft diente, gelingt dem Künstler eine Summe seiner Eindrücke. Mit den Mitteln der Vordergrundgruppen, der seitlichen Bäume, des übergreifenden Regenbogens, schließlich der Wolkenbildungen wird Bildmäßigkeit und Wirkung erzielt. Ein kleinerer Entwurf (Kupferstichkabinett, ID-Nr. SZ Koch 19) wird mit unserem Blatt zu Klarheit und Räumlichkeit geführt, wozu die meisterhaft eingesetzten Wirkungen von Licht und Schatten viel beitragen, so daß eine vollendete Zeichnung klassischer Landschaftsauffassung entstand. Für Kochs, aus souveräner Kenntnis urteilenden Biographen, Otto v. Lutterotti, ist sie »...in Komposition und Auffassung, Format und Durchführung wohl der schönste Hymnus, den Koch auf sein geliebtes, hochgebautes Bergnest angestimmt hat. Das Städtchen mit der verfallenen Burg der Colonna ist organisch wie ein Kristall dem Felsen entwachsen, im Vordergrund die ländliche Szene am Brunnen, das Ganze zusammengefaßt vom Regenbogen.«Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 360., Nr. VII.5 (mit weiterer Literatur)