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Berlin. Altes Museum am Lustgarten. Entwurf zum Rahmen für die Van Eyckschen Gemälde (Genter Altar)

Ident. Nr.: SM 46.30

ObjID: obj:1506518

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: wohl um 1827
Abmessungen
Blattmaß: 174,5 x 51,7 cm

Objektbeschreibung

Diese Zeichnung gehört zu den wenigen individuellen Rahmenentwürfen, die Schinkel für Hauptstücke der Gemäldegalerie anfertigen durfte, darunter die Originalflügel des Genter Altars von Jan und Hubert van Eyck sowie Tafelbilder aus deren Umkreis. Für diese Bildwerke des frühen 15. Jahrhunderts entwarf Schinkel eine Rahmung, die deren Entstehungszeit berücksichtigte und mit charakteristischen Elementen der Gotik versehen wurde. Dementsprechend verziert die Rahmenleiste ein verschlungenes Blätterrankenwerk mit gotisierenden Rosetten. Den unteren Rahmenabschluss bildet ein so genannter Wasserschlag, der für Bilderrahmen der Gotik typisch ist. Verziert ist der Wasserschlag wiederum mit einem Dreipass-Ornamentband.
Nach dieser Entwurfszeichnung wurden Bilderrahmen für die sechs Originalflügel des Genter Altars angefertigt, die nach dem Ersten Weltkrieg als Teil der Reparationszahlungen Deutschlands an Belgien nach Gent zurückkehrten. In der Dauerausstellung der Gemäldegalerie weiterhin zu sehen sind diese Rahmen an Bildern aus dem Umkreis van Eycks: Goswijn van der Weydens “Maria mit dem Kind und Stiftern“, um 1511/15, das um 1830 als "van Eyck-Schule“ galt (SMB PK, Gemäldegalerie, R.I.Nr. A.93.1384) sowie Carl Friedrich Schulz’ Kopie der „Maria“ des Genter Altars von 1826 (SMB PK, Gemäldegalerie, R.I.Nr. A 93.1355). Zu Schinkels Bilderrahmen-Entwürfen im Allgemeinen vgl. die Angaben zu Inv. SM 41e.299.
Text. Julia Sedda (2012)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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