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Berlin, Unter den Linden 37. Generalkommando, Wohnung des Prinzen Wilhelm von Preußen, Rotes Zimmer. Entwurf zu einem Sofa

Ident. Nr.: SM 46.51

ObjID: obj:1506539

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1828/1829
Abmessungen
Blattmaß: 100,2 x 64,1 cm

Objektbeschreibung

Das Generalkommando, ehemals Schwedter Palais, wurde 1818 als Dienst- und Wohngebäude für den jeweiligen Kommandeur des III. Armeekorps bestimmt. Nach der Ernennung von Prinz Wilhelm, dem späteren König und Kaiser Wilhelm I., zum Kommandeur des III. Armeekorps, wurde das Palais 1824 an ihn überwiesen. Die Verlobung des Prinzen mit der Herzogin Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach 1828 war Anlass, die Wohnung des Prinzen instand zu setzten und teilweise neu zu möblieren. 1834 zog das Prinzenpaar in eine provisorische Wohnung im Berliner Schloss, weil das Generalkommando abgerissen wurde, um an seiner Stelle das Neue Palais durch Langhans erbauen zu lassen.
Die Werkzeichnung zeigt die Vorderansicht eines Sofas für das Rote Zimmer mit zugehöriger Kostenaufstellung. Das Sofa gehörte zu einer Garnitur aus zwei Sofas und sechs Armlehnstühlen (Inv. SM 46.37). Das Ensemble wurde in der Tischlerwerkstatt der Gebrüder Johann Karl Georg und Johann Georg Bernhard Wanschaff angefertigt. Die Vergoldung stammte von Christian Theophilus Uber, vgl. auch die Varianten von Ludwig Lohde nach Schinkel-Entwürfen (Inv. SM 49.37; SM 49.33). Das Sofa ist verschollen.
Text: Birgit Kropmanns (2012)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Zwei mehrwöchige Salzburger Aufenthalte wurden für Ferdinand Olivier in den Jahren 1815 und 1817 zum künstlerischen Schlüsselerlebnis. Wie auch die anderen deutschen Maler seines Wiener Umkreises, die in diesen Jahren die Landschaft des Salzkammergutes entdeckten, fand er hier zu seiner gültigen Landschaftsauffassung. In zahlreichen, zum Teil erst nach seiner Rückkehr in Wien ausgeführten Blättern verbindet er die Motive der Stadt und der Bergwelt zu kunstvollen Kompositionen, Höhepunkte seiner Zeichenkunst.Schon beim ersten Aufenthalt faszinierte ihn der Petersfriedhof, häufiges Motiv bei der romantischen Entdeckung Salzburgs. Er stellte ihn mehrfach in ganz verschiedenen Jahr 1816 datiert eine Bleistiftzeichnung von seiner Hand (Kupferstichkabinett, Dresden; Ludwig Grote: Die Brüder Olivier und die deutsche Romantik, Berlin 1938, Abb. 136), die er mit geringen Unterschieden zweimal wiederholt: durch eine Bleistift- und Rötelzeichnung (Staatliche Galerie, Dessau) und die vorliegende Federzeichnung. Sie wird als unmittelbare Vorarbeit für die Lithographie des Sonnabend-Blattes der Folge »Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden, geordnet nach sieben Tagen der Woche« gedient haben (vgl. Grote 1938, Abb. 137). Die Resonanz, die seine Zeichnungen von Salzburg und Folge von Lithographien in Wien auszuführen. Sie erschien 1823. Die Ansicht zeigt den Petersfriedhof mit dem Blick auf die frühbarocke Arkaden-Reihe und die sich darüber erhebende Nagelfluh-Wand zwischen Mönchsberg und Festungsberg mit der Maximin- und Gertrauden-Kapelle sowie den frühchristlichen Katakomben. Rechts erhebt sich die spätgotische Margarethen-Kapelle. Der Friedhof mit seinen Gräbern und Kreuzen, die Kapellen, schließlich der Begräbniszug im Hintergrund entlang der Arkaden: das alles sind neben der Freude am Motiv auch Aufforderungen des romantischen Künstlers, der Vergänglichkeit des Menschen stets gegenwärtig zu sein.Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 369, Nr. VII.15 (mit weiterer Literatur)