Logo

Berlin, Wilhelmstraße 102. Palais des Prinzen Albrecht von Preußen. Entwurf zu einem Ecksofa

Ident. Nr.: SM 46.54

ObjID: obj:1506542

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1830/1831
Abmessungen
Blattmaß: 94,5 x 109,2 cm

Objektbeschreibung

Für die ausführenden Handwerker wurde auf dieser Werkzeichnung ein Ecksofa in Seiten- sowie im Ausschnitt in Vorderansicht und die Grundform im Grundriss festgehalten. Das Ecksofa gehört zusammen mit einem weiteren und Armlehnstühlen zu einer Garnitur von Sitzmöbeln, die Schinkel für das Palais des Prinzen Albrecht entwarf. Sitzmöbel nach diesem Modell wurden in die „Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker“ aufgenommen (vgl. Inv. 37.15-1991). Die Vorzeichnung für die Übertragung in den Stich schuf Ferdinand Wilhelm Schwechten (Inv. SM 43a.12). Eine Variante des Sofas publizierte 1862 Ludwig Lohde (Inv. Lohde 1862,15). Vorzeichnungen für die Publikation sind ebenfalls erhalten (Inv. SM 49.22; Inv. SM 49.23; Inv. SM 49.38). Das Möbel selbst ist verschollen. Zum Palais des Prinzen Albrecht allgemein vgl. die Angaben zu Inv. SM 22a.25.
Text: Birgit Kropmanns (2012)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Sankt Peter von Südosten

Sankt Peter von Südosten

Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)