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Dorischer Fries mit Bukraion und Sonnenrad

Ident. Nr.: SM 52.12h

ObjID: obj:1506965

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: James Stuart (1713 - 2.2.1788),
Inventor*in
Ausführung: Nicholas Revett (um 1720 - 3.6.1804),
Inventor*in
Ausführung: Unbekannt,
Kopist*in
Datierung
Herstellung: 1800/1810
Systematik/Art

Objektbeschreibung

Die Zeichnung diente als Vorlage für den Stich in Friedrich Busslers "Verzierungen aus dem Alterthume", Heft 19, Taf. 113 oben. Den "Erläuterungen" zufolge handelt es sich bei der Zeichnung um eine Kopie aus James Stuart und Nicholas Revetts "Antiquities of Athens", Bd. 1, (London 1762), Kap. 2, 1.
Text: Rolf H. Johannsen (2013)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Nahezu während der ganzen Dauer seines jahrzehntelangen Lebens in Rom beschäftigte sich Joseph Anton Koch mit dem Thema Olevano, nachdem er schon 1804 zum künstlerischen Entdecker dieser malerischen Bergstadt geworden war. [...] Fast am Ende einer langen Entwicklung stellt er mit dem vorliegenden Blatt das malerische Sujet in überhöhter, komponierter Übersichtlichkeit dar. Aus vorausgegangenen Naturstudien vom gleichen Standort, von der Casa Baldi aus aufgenommen, die den deutschen Künstlern häufig als Unterkunft diente, gelingt dem Künstler eine Summe seiner Eindrücke. Mit den Mitteln der Vordergrundgruppen, der seitlichen Bäume, des übergreifenden Regenbogens, schließlich der Wolkenbildungen wird Bildmäßigkeit und Wirkung erzielt. Ein kleinerer Entwurf (Kupferstichkabinett, ID-Nr. SZ Koch 19) wird mit unserem Blatt zu Klarheit und Räumlichkeit geführt, wozu die meisterhaft eingesetzten Wirkungen von Licht und Schatten viel beitragen, so daß eine vollendete Zeichnung klassischer Landschaftsauffassung entstand. Für Kochs, aus souveräner Kenntnis urteilenden Biographen, Otto v. Lutterotti, ist sie »...in Komposition und Auffassung, Format und Durchführung wohl der schönste Hymnus, den Koch auf sein geliebtes, hochgebautes Bergnest angestimmt hat. Das Städtchen mit der verfallenen Burg der Colonna ist organisch wie ein Kristall dem Felsen entwachsen, im Vordergrund die ländliche Szene am Brunnen, das Ganze zusammengefaßt vom Regenbogen.«Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 360., Nr. VII.5 (mit weiterer Literatur)