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BIldnis der Tochter Marie

Ident. Nr.: SM 54.2 = F III 2412

ObjID: obj:1507142

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1816
Provenienz
August Schmidt,
bis August 1936
Kauf: Nationalgalerie, Sammlung der Zeichnungen,
August 1936 bis Ende 1936
Überweisung: Nationalgalerie, Schinkel-Museum,
ab Ende 1936
Überweisung: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin,
seit 1992
Abmessungen
Blattmaß: 53,3 x 42,4 cm

Objektbeschreibung

Dargestellt ist die am 2. September 1810 geborene Marie Schinkel im Alter von sechs Jahren, am Strand von Scheveningen im Sand spielend. Schinkel nahm das Bildnis während eines Abstechers von seinem längeren Aufenthalt im Rheinland nach Holland im November 1816 auf. Die bildfüllende, nahsichtige Anlage auf Augenhöhe des Betrachters, der neugierige, direkte Blick, das wehende Haar und die zum Reden leicht geöffneten Lippen bekunden eine im Spiel und in der Natur aufgehobene, aktive Gegenwärtigkeit des Kindes. Diese Präsenz wird durch den Verweis auf den durch die Finger rinnenden Sand um das klassische Thema der Vergänglichkeit ergänzt. So kann das anrührende Kinderbild auch als Allegorie auf den Fluss der Zeit und damit auf das Leben als Prozess gelesen werden.

Text: Heinrich Schulze Altcappenberg (nach dem Eintrag im Katalog Schinke, 2012)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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