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Gitter & Geländer & Ein Brunnen (?)

Ident. Nr.: SM 37c.156 verso

ObjID: obj:1510777

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Zeichner*in
VAN DER LEY (1636 - 1837),
Papierherstellung
Datierung
Herstellung: wohl 1820/1825
Systematik/Art
Abmessungen
Blattmaß: 47,4 x 13,7 cm

Objektbeschreibung

Auf dem möglicherweise aus einem Skizzenbuch stammenden Blatt hat Schinkel verschiedene ornamentale Geländerfüllungen entworfen. Zwar nicht diese, doch zahlreiche weitere Geländerentwürfe wurden Schinkels wurden in die „Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker“ aufgenommen und auch umgesetzt. Als Material wurde zumeist Gusseisen gewählt, da es für eine serielle Produktion geeignet war (vgl. Inv. 33.42-1991; 33.43-1991; 33.44-1991; SM 43a.18; SM 43a.19; SM 43a.20; SM 43a.21; SM 43a.22). Des Weiteren hat Schinkel wohl Muster für Fußböden ausprobiert. Am linken Blattrand ist Brunnen mit Delfinen am Fuß skizziert.
Text: Nadine Rottau (2013)

Letzte Aktualisierung: 09.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Jacob van Ruisdael gilt als der bedeutendste niederländische Landschaftsmaler, eine Gattung, die in kunsttheoretischen Schriften keinen hohen Rang einnahm.Nur eine weitere Ansicht Rhenens durch van Ruisdael ist erhalten (St. Petersburg); sie zeigt die Stadt aus entgegengesetzter Richtung. Beide müssen auf der Reise nach Bentheim entstanden sein, die der Künstler 1650/1653 unternahm. Das beliebte Motiv des Turmes der Cunera-Kirche als mächtigem, die Landschaft beherrschenden Kennzeichen, wird durch van Ruisdael auf die Spitze getrieben, indem er einen Blickwinkel wählt, der den Baublock der Kirche selbst hinter dem Turm verschwinden läßt, während von dem benachbarten großen Palast, den Friedrich V. von der Pfalz, der sogenannte Winterkönig, sich hier im Exil von Bartholomeus van Bässen hatte bauen lassen, nur die Dächer zu sehen sind. So kann der Kirchturm, in dessen Schatten sich der ganze Ort zu ducken scheint, bei van Ruisdael zum Angelpunkt einer asymmetrischen, aber wohlbalancierten Komposition werden. Dynamik entsteht durch die von links vorn nach rechts hinten schwingende Linie von Weg und Ufer, während die mit großer Leichtigkeit auf das Blatt gesetzten Wolken ein raffiniertes Gegengewicht zu dem aus der Mitte gerückten Turm bilden. (Um so schmerzlicher stört die übergroße Besitzermarke des Zaren.)Typisch für van Ruisdael ist die spürbare Distanziertheit vom Gegenstand, z.B. das Fehlen menschlicher Figuren, die der Darstellung einen Ernst, ja eine Strenge verleiht, die bei anderen holländischen Landschaftern selten zu finden sind.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 222, Kat. IV.75 (mit weiterer Literatur)