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Ident. Nr.: I. 31

ObjID: obj:1516144

Details (Expert)

Beteiligte
Dr. phil. Wilhelm von Bode (1845-1929),
Vorbesitzer*in
Datierung
um 1600
Datierung engl.: c. 1600
Geografische Bezüge
Iran,
Land
Abmessungen
Länge: 175 cm
Breite: 215 cm
Rahmenmaß: 186 x 225 x 3 cm
Maße Transport: 190 x 225 x 5 cm
Gewicht: montiert 30 kg incl. Rahmen

Objektbeschreibung

Fragment eines sogenannten Vasen-Teppichs. Auf einem dunkelblauen Grund ist ein florales Muster zu erkennen. Verschiedene, große und farbenreiche Blüten sind jeweils in einem steigenden, spitzovalen Rautensystem angeordnet, dessen Zentrum ursprünglich jeweils die Vase bildet. Zwei weitere steigende Rankensysteme verbinden ebenfalls die verschiedenen farbkräftigen Blüten, die als Rosett-, Palmett- und Kelchblüten bezeichnet werden können. Das steigende Rankensystem erweckt den Eindruck eines flächigen, unendlichen Dekors. Das Fragment gehört zu einer Gruppe von Teppichen (vgl. I. 8/71; I.2656), deren Herstellungsort in der Umgebung von Kerman vermutet wird, vielleicht in den Hofmanufakturen des Schah Abbas I (1571 – 1629). Dieses Fragment zeichnet sich durch seine sehr großen Blütendarstellungen auf schwarzblauem Grund aus. Ähnlich große Blütenmuster sind nur selten in weiteren Vasen-Teppichen zu sehen, was diesem Fragment eine besondere Wichtigkeit zuschreibt.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Fragmentierter Krug aus hart gebrannter beiger, partiell oranger unglasierter Irdenware. Rand, Hals und der obere Teil des auf einer Töpferscheibe gefertigten Kruges mit eiförmigen Körper fehlen. Die ausgebrochenen Wandscherben sind eingeklebt. Der bauchige Gefäßkörper erhielt einen um den runden Boden ausgearbeiteten Standring als Fuß. Das Unterteil des wohl ehemals randständigen handmodellierten Henkels sitzt auf der Gefäßschulter auf. Offenbar wurde bei der Auffindung der mit Asphalt verschlossene Rand entfernt, von dessen Anbringung sich noch schwarze Tropfen auf dem Gefäßkörper finden. Um an den Gefäßinhalt aus Metallfragmenten und mit Asphaltplomben verschlossenen Kupferhülsen zu gelangen, wurde eine Beschädigung in Kauf genommen. Der Krug wurde bei den Ausgrabungen eines Hauses der Siedlung al-Maʿarid im Stadtgebiet östlich des Palasts von Ktesiphon gefunden. Die verschiedenen Bestandteile des Fundes lassen die Annahme zu, dass es sich bei Füllung mit einer sauren Lösung bzw. einem wässrigen Elektrolyt und isolierter Fixierung der Metallteile um einen Kondensator handelt, in dem durch anodische Oxidation bzw. Elektrolyse eine elektrische Spannung aufgebaut wurde. Nach vergleichbaren Funden vom Tell Chudschut Rabbuha bei Bagdad werden derartige Gefäße mitunter als Bagdad-Batterien bezeichnet. Diese können als galvanische Elemente hypothetisch bei elektrotherapeutischen Behandlungen oder zur elektrochemischen Oberflächenveredlung von Metallen eingesetzt werden.