Logo

Ident. Nr.: III C 5548 a,b

ObjID: obj:1516809

Details (Expert)

Beteiligte
Werkstatt: Hountondji (1890 - 1893),
Objektkünstler*in
König Béhanzin (1844 - 10.12.1906),
Auftraggeber*in
Datierung
1890 - 1893
Geografische Bezüge
Benin,
Republik
Dahomey,
Königreich
Fon,
Ethnie
Material / Technik
Silberlegierung, Gold
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: je ca. 19 x 10,5 x 9,5 cm
Gewicht: 0,38 kg

Objektbeschreibung

Die Werkstatt des Künstlers Hountoundji hat zwischen 1890 und 1893 für den letzten König von dem unabhängigen Königreich Dahomey, Béhanzin, diese Armmanschetten als Geschenk für Deutschen Kaiser Wilhelm II. gefertigt. Durch diplomatische Geschenke an den deutschen Kaiser versuchte Béhanzin, diesen dazu zu bewegen, mäßigend auf Frankreich einzuwirken, von dem er eine drohende Invasion befürchtete. Béhanzin bot dem Kaiser als Gegenleistung für seine Unterstützung gegen Frankreich die Förderung seiner wirtschaftlichen und kolonialen Interessen in Dahomey an. Die Armmanschetten sind aus einer Silberligierung und sind mit Blumen oder Sternen aus wertvollem Gold verziert. Neben diesen schenkte der König dem Kaiser auch andere Objekte, die den hohen Rang gleichzeitig vom König und Kaiser andeuteten:einen Säbel (III C 5547), einen Regenschirm (III C 5546), einen Thron (III C 5550), mehrere Textilien (III C 5551 a-d) und Ledertaschen (III C 5549 a,b). Neben diesen Prestigeobjekten, die alle dem damaligen Königlichen Museum für Völkerkunde übergeben wurden, „schenkte“ Béhanzin auch vier Knaben. Über das Schicksal der Kinder ist im Archiv des Museums nichts überliefert. Aus Akten des Reichskolonialamtes geht jedoch hervor, dass die Jungen auf Kosten des Auswärtigen Amtes die deutsche Schule in Klein Popo (heute Anécho in Togo) besuchten. Es gelang Béhanzin nicht, Wilhelm II. als Vermittler im Konflikt mit Frankreich zu gewinnen. Nach zwei Jahren endete der sogenannte Zweite Französisch-Dahomeyische Krieg 1894 mit der Kapitulation Dahomeys und der Exilierung König Béhanzins.

Hauptkatalog: Ein Paar versilberte Armverzierungen.
[SM8HF]

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum