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Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker. Teil 1, Abteilung 2, Blatt 7: Römische Gefäße aus Marmor und Bronze mit Details

Ident. Nr.: 34.08-1991

ObjID: obj:1517428

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Johann Mathäus Mauch (22.2.1792 - 13.4.1856),
Zeichner*in
Ausführung: Johann Mathäus Mauch (22.2.1792 - 13.4.1856),
Stecher*in
Ausführung: A. Prêtre (nachgewiesen 1821 - 1854),
Drucker*in
Ausführung: Technische Deputation für Gewerbe,
Herausgeber*in
Datierung
Herstellung: 1821/1830

Objektbeschreibung

Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker. Erster Theil, Zweite Abtheilung, S. 95f.:
"Blatt 7. Fig. I, Stellt eine kolossale Vase von Marmor von Altrömischer Arbeit vor, die in Rom im Hofe des Klosters der heiligen Cäcilie jenseits der Tiber aufbewahrt wird. Sie bietet durch den schönen Schwung ihrer Henkel ein erfreuliches Vorbild. Die Unterstützungen des Randes sind durch das Material und den großen Maaßstab bedingt, mithin außerwesentlich und würden bei der Nachahmung in einem anderen Material und in einem andern Maaßstabe fortfallen. Fig. II. Ist ein Gefäß von Erz, welches den Namen seines Verfertigers (Mythridates) in Griechischer Schrift enthält und davon seinen Namen führt. Es wird im Museum des Kapitols aufbewahrt. Da es uns nicht vergönnt war sie nach dem Original oder nach Abgüssen zu zeichnen, so haben wir die Abteilungen des ersten Gefäßes im Piranesi und beider im Roccegiani benutzen müssen. Fig. III. Ist ein bisher nicht abgebildetes eherens Gefäß des brittischen Museums, welches Herr Schinkel bei unserer Anwesenheit in London zeichnete. Es diente, so wie das umgebende Gefäß von Marmor, als Aschenkrug und beide wurden bei Athen in der Stellung gefunden, welche die Tafel darstellt (das äußere von Marmor im Durchschnitt). Die Einzelheiten der Verzierungen des Bronzegefäßes umgeben es in der Abteilung in natürlicher Größe. Es zeichnen sich diese Verzierungen, welche die Freiheit und den Reiß des Ganzen erhöhen, wie in allen Griechischen Bronzegeräthen aus der guten Zeit, durch Zartheit der vertieften Linien und durch ihre Regelmäßigkeit aus, welche ihnen einen Reiz verleihen, der einen schneidenden Kontrast mit den späteren plumpen Ausführungen derselben Formen, oder gar mit den antik seyn sollenden , plumpen Verzierungen bildet. Die übrigen Gefäße so wie der Thürbeschlag rechts, sind eherne antike Gefäße von großer Zierlichkeit, die theils in Pompeji, theils in Herkulanum gefunden worden."
Siehe auch Inv. SM 43a.2

Letzte Aktualisierung: 18.03.2026

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Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Zwei mehrwöchige Salzburger Aufenthalte wurden für Ferdinand Olivier in den Jahren 1815 und 1817 zum künstlerischen Schlüsselerlebnis. Wie auch die anderen deutschen Maler seines Wiener Umkreises, die in diesen Jahren die Landschaft des Salzkammergutes entdeckten, fand er hier zu seiner gültigen Landschaftsauffassung. In zahlreichen, zum Teil erst nach seiner Rückkehr in Wien ausgeführten Blättern verbindet er die Motive der Stadt und der Bergwelt zu kunstvollen Kompositionen, Höhepunkte seiner Zeichenkunst.Schon beim ersten Aufenthalt faszinierte ihn der Petersfriedhof, häufiges Motiv bei der romantischen Entdeckung Salzburgs. Er stellte ihn mehrfach in ganz verschiedenen Jahr 1816 datiert eine Bleistiftzeichnung von seiner Hand (Kupferstichkabinett, Dresden; Ludwig Grote: Die Brüder Olivier und die deutsche Romantik, Berlin 1938, Abb. 136), die er mit geringen Unterschieden zweimal wiederholt: durch eine Bleistift- und Rötelzeichnung (Staatliche Galerie, Dessau) und die vorliegende Federzeichnung. Sie wird als unmittelbare Vorarbeit für die Lithographie des Sonnabend-Blattes der Folge »Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden, geordnet nach sieben Tagen der Woche« gedient haben (vgl. Grote 1938, Abb. 137). Die Resonanz, die seine Zeichnungen von Salzburg und Folge von Lithographien in Wien auszuführen. Sie erschien 1823. Die Ansicht zeigt den Petersfriedhof mit dem Blick auf die frühbarocke Arkaden-Reihe und die sich darüber erhebende Nagelfluh-Wand zwischen Mönchsberg und Festungsberg mit der Maximin- und Gertrauden-Kapelle sowie den frühchristlichen Katakomben. Rechts erhebt sich die spätgotische Margarethen-Kapelle. Der Friedhof mit seinen Gräbern und Kreuzen, die Kapellen, schließlich der Begräbniszug im Hintergrund entlang der Arkaden: das alles sind neben der Freude am Motiv auch Aufforderungen des romantischen Künstlers, der Vergänglichkeit des Menschen stets gegenwärtig zu sein.Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 369, Nr. VII.15 (mit weiterer Literatur)