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Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker. Teil 1, Abteilung 2, Blatt 14: Sechs flache Schalen (Pateren) aus Keramik und Bronze aus den Sammlungen de Witte und Townley und dem British Museum

Ident. Nr.: 34.15-1991

ObjID: obj:1517436

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Henry Moses (um 1782 - 28.2.1870),
Zeichner*in
Ausführung: Henry Moses (um 1782 - 28.2.1870),
Stecher*in
Ausführung: A. Prêtre (nachgewiesen 1821 - 1854),
Drucker*in
Ausführung: Technische Deputation für Gewerbe,
Herausgeber*in
Datierung
Herstellung: 1821/1830

Objektbeschreibung

Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker. Erster Theil, Zweite Abtheilung, S. 98f.:
"Blatt 14 Auf diesem Blatte sind Pateren und Schalen dargestellt. Pateren sind sehr flache Schalen von Metall oder Thon, deren sich die Alten bei ihren Festen, Libationen und Opfern bedienten und haben immer einen wenig erhabenen Rand. Die Etruskischen sind besonders flach und mit einem Handgriffe versehen. Schalen werden oft uneigentlich Pateren genannt. Sie haben mit diesen Opferwerkzeugen nur die flache Form gemein und einem kleinen Fuß von stets sehr zierlicher Form. Die oberste Darstellung dieses Blattes ist die innere Malerei einer thönernen Patere, worauf die Gottheiten Minerva, Mars, Venus und Herkules als Wettfahrer abgebildet sind, und welche vormals dem Holländer de Witte gehört, deren jetziger Besitzer aber unbekannt ist. Die zweite Abbildung gehört einer Etruskischen oder Altgriechischen Patere von Bronze an, jetzt im Museum des Townly in England. Herkules, unter dem Schutze der Minerva, scheint den Raub in dem Garten der Hesperiden begangen zu haben. Die dritte Abbildung ist die einer Patere von Erz, welche die Geburt der Minerva aus dem Haupte Jupiters darstellt. Der Schale, welche von der Seite dargestellt ist, gehört die letzte Malerei dieses Blattes an, womit deren inneres verziert ist. Wer der geflügelte Jüngling ist, der das schöne Mädchen umarmt, darüber sind die Vermuthungen verschieden. Einige glauben, hier sey Amor und Venus oder Psyche; andere es sey Jacchos-Androgyne in den Armen der Libera dargestellt; andere geben dem Gemälde eine allgemeine Bedeutung. Die Malerei der linken Seite gehört einer Patere im Brittischen Museum an. Geflügelte männliche Genien mit weiblichen Formen, wie der vorliegende, kommen unter den Vasengemälden häufig vor."

Letzte Aktualisierung: 18.03.2026

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Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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