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Arabisches Papier mit einem Bericht über eine Geldeintreibung

Ident. Nr.: P 8151

ObjID: obj:1519518

Details (Expert)

Beteiligte
Unbekannt,
Vorbesitzer*in
Datierung
Arabische Zeit
Weitere Titel
Sammlungstitel: Arabisches Papier mit einem Bericht über eine Geldeintreibung
Übersetzung: Arabic Paper with a Report Regarding Money Collection
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 17 x 14 cm

Objektbeschreibung

Der Absender teilt dem Adressaten mit, dass ein Dritter ihm sechs Gold-Dīnār ( دنانیر عین ) gezahlt hat. Zuvor wurde aber dem Absender mitgeteilt, dass diese dritte Person anerkannt habe, zehn Dīnār zu zahlen ( عرفني أن قرر أمره على عشرة دنانیر ). Somit bleibt ein Restbetrag übrig. Das eingetriebene Geld hat er mit einem Boten geschickt ( قد أنفذت تلك صحبة مرصلنا ). Der Adressat hat auch dem Priester (القسیس) etwas geschickt. Die Rückseite ist ebenfalls mit einem geschäftlichem Inhalt versehen. Vom Duktus her ist es wahrscheinlich die Fortführung der Vorderseite. Als Ortschaft ist hier Bulǧusūq zu vernehmen. Auch auf dieser Seite kommen Geldbeträge vor sowie die Erwähnung von geschäftlichen Transaktionen. So soll etwas von einem Kerzenhersteller oder -verkäufer ( شماع ) gekauft werden.
A. Kamal, S. Metz

Diese Dokumentation ist das Ergebnis eines Forschungsprojektes der Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA). AGYA wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Siehe www.agya.info.de.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Hieratischer Papyrus mit dem Totenbuch der Senchonsis

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.V. Lepper