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Kaiman

Ident. Nr.: V B 2590

ObjID: obj:152008

Details (Expert)

Beteiligte
Karl von den Steinen (7.3.1855 - 4.11.1929),
Sammler*in
Geografische Bezüge
Rio Xingú,
Fluss/Gebiet
Mehinakú,
Ethnie
Material / Technik
Holz, Bast, Piranhakiefer, Wachs
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 29 x 32 x 78 cm
Länge: Bastanhang 78 cm
Gewicht: < 2 kg
Erwerbung
Kauf (Expedition) 1889

Objektbeschreibung

XINGÚ Katalog: Holzmaske

Masken südamerikanischer Naturvölker Katalog:

Holzmaske

Die aus einem Stück gearbeitete, mit großer Nase und vorgewöbter Stirn versehene Holzmaske (Munotsi, monotsi), an die eine bastkapuze angeflochten ist, repräsentiert den Kaiman. Als Augen dienen in der Mitte durchbohrte, schwarz übermodellierte Flußmuscheln, während der Mund durch ein angeklebtes Piranha-Gebiß substituiert wird. Der Hauptteil des Gesichts zeigt eine weiße Grundbemalung. Ein halbiertes schwarzes Mereschu-Muster läuft mit seiner Spitze zwischen mund und Nase aus, und eine asymetrische schwarze Mereschu-Backenmustrung mit bogenförmiger Seitenbegrenzung, die jeweils durch einen schwarzen Strich mit den Augen verbunden ist, vervollständigt das ornamentale Bild, das verstärkt wird durch die schwarze Stirnpartie der maske. Die Asymmetrie kommt wahrscheinlich dadurch zustande, daß der Indianer dier Mereschus einzeln aneinandersetzte und sich noch nicht einer schematischen raumaufteilung bediente.


Eintrag historische Karteikarte: Maske, weiß und schwarz bemalt. Meresu-Backenmuster.


Eintrag im historischen Hauptkatalog: Maske, weiß und schwarz Meresu-Backenmuster
Jakare

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.