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Ident. Nr.: Ta 3595

ObjID: obj:1520164

Details (Expert)

Datierung
Anfang 8. Jahrhundert
Datierung engl.: early 8th century
Geografische Bezüge
Israel,
Land
Material / Technik
Irdenware
Abmessungen
Höhe: 11,9 cm
Durchmesser: 11,4 cm

Objektbeschreibung

Flasche aus gelblich-braunem Ton, undekoriert und auf der Drehscheibe hergestellt. Sie ist vollständig erhalten und weist Riefen sowie, durch den Herstellungsprozess entstandene Drehrillen auf. Die kugelförmige Flasche besitzt einen profilierten, abgesetzten Boden mit einem flachen Ringfuß; der Hals ist kurz und eng, während der Rand mit einer nach außen gestülpten Lippe versehen ist.
Diese Art von Keramik gehört zu der sogenannten „Biscuit Ware“, die als Haushaltsgeschirr benutzt wurde. Meist war sie daher dekorlos oder mit einfachem Ritz- und Rillendekor versehen.
Die Flasche wurde mitsamt anderem Haushaltsgeschirr während der Ausgrabungen in Chirbat al-Minya gefunden.

Letzte Aktualisierung: 24.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Frei geblasenes Kelchglas aus grünem Glas mit Applikationen und gezwicktem Dekor. Das halbkugelförmige doppelwandige Kelchglas steht auf einer kleinen, leicht welligen Fußplatte. Darüber folgt ein kurzer Schaft, der dann in die doppelwandige Schale übergeht. Zwischen beiden Teilen befindet sich ein Hohlraum von ca. 0,5 cm.In der unteren Hälfte der Schale sind Fäden aufgelegt, die in regelmäßigen Abständen gezwickt wurden, sodass ein Fries aneinander gereihter Ovale entstand (so genanntes Brillenmuster, "spectacle pattern"). Dabei wurde der obere Faden dünner und der untere viel dicker aufgelegt, wodurch ein zweifarbiger Eindruck erweckt wird (blaugrün und grün). Das Ende des Fadens ist noch einmal ganz dünn in der Mitte der Ovale um etwa die Hälfte des Gefäßes gezogen. Die kleine Standplatte des Fußes ist durch konzentrisch aufgelegte Fäden in derselben Glasfarbe verziert: zwischen zwei dickeren Fäden befinden sich drei sehr dünne.Obwohl der Dekor offenbar besonders bei kelchartigen Gläsern mit Fuß beliebt war, findet sich dieselbe Technik auch auf anderen Gefäßformen wie langhalsigen Flaschen. Er wurde aus der römischen Glastradition übernommen und scheint vor allem in Ägypten im 8. bis 9. Jahrhundert wiederbelebt worden zu sein. Doppelwandige Gefäße wurden in der Antike als Kühlgefäße benutzt. Vermutlich wurde das zur Kugel geblasene Glas durch Ansaugen der Luft der Glaspfeife zu einer doppelwandigen Schale geformt. Das Gefäß hat keine Heftnarbe oder andere technische Bearbeitungsspuren.