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Ident. Nr.: I. 3610

ObjID: obj:1520373

Details (Expert)

Datierung
16. Jahrhundert
Datierung engl.: 16th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Italien,
Land
Abmessungen
Höhe: 17 cm
Durchmesser: 78,5 cm
Gewicht: 11200 g

Objektbeschreibung

Getriebenes Becken aus einer Kupferlegierung mit graviertem/ziseliertem Dekor. Das große Becken mit leicht ausladender Wandung ist innen und außen vollständig ornamentiert. In der Mitte des Bodens ist eine Rosette eingraviert, aus der sich sechs Spitzmedaillons mit Spiralrankenfüllung und sechs Kartuschen mit ebenfalls vegetabil gefüllten Anhängern entwickeln. Die Flächen zwischen den Ranken sind grob schraffiert. Die Wandung ist mit einem Flechtband verziert, aus dem sich alternierend sechs Spitzmedaillons und sechs rechteckige Kartuschen entwickeln. Beide Formen sind mit Ranken gefüllt. Dazwischen füllen Gabelblattranken die übrige Fläche. Auf der Standfläche außen ist ein großes, mehrpassiges Medaillon eingraviert, gefüllt mit Ranken. Umgeben ist es von vier großen und vier kleinen Medaillons mit geometrischem Dekor. Die Außenfläche der Wandung ist wieder grob schraffiert und darüber mit einem Gabelblattrankensystem versehen.
Vermutlich gehört das Becken zu einer größeren Gruppe in Europa hergestellter Objekte, die orientalische Formen und Ornamente – bis hin zur Meistersignatur - zu imitieren suchten.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.