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Ident. Nr.: K 3101

ObjID: obj:1521083

Details (Expert)

Datierung
11. Jahrhundert
Datierung engl.: 11th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Italien,
Land
Herkunft (Allgemein): Sizilien,
Region
Abmessungen
Höhe: 17 cm
Breite: 39,5 cm
Tiefe: 22,8 cm
Höhe: Füße 35 mm
Durchmesser: Füße 34 mm

Objektbeschreibung

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel besteht aus geschnitzten, reliefierten Elfenbeinplatten. Der Dekor weist Medaillons mit verschiedenen figürlichen Darstellungen auf und wird von Bändern mit Halbpalmettranken umfasst, die entlang den Rändern laufen. verschiedene Tiere werden teils stilisiert, teils naturalistisch dargestellt, nämlich Löwen, Hasen, Steinböcke, Hirsche, Kamele Giraffen und unterschiedliche Vögel, wobei mehrere Kampf- und Jagdszenen vorhanden sind. Die menschlichen Figuren weisen einen Jäger und einen Kamelführer auf. Zwischen den Medaillons sind Vögel und vegetabile Motive zu erkennen. Die obere Seite des Deckels zeigt ein Wellenrankenmotiv, das sich zwischen vier sich folgenden Tieren schlängelt.
Zwei silberne Beschläge, die später hinzugefügt wurden verbinden Deckel und Kasten; das Schloss ist nicht mehr erhalten. Mehrere Bohrungslöcher sind zu erkennen, die wohl zur Befestigung von weiteren Metallbeschlägen dienten.
Tierdarstellungen in vergleichbarem Stil sind ebenfalls von Olifanthörnern bekannt (K 3106) und auf Bauten in Süditalien festzustellen.
Angeblich gehörte der Kasten zum Domschatz in Speyer.

Letzte Aktualisierung: 13.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.