Logo

Ident. Nr.: I. 1570

ObjID: obj:1521085

Details (Expert)

Datierung
12./13. Jahrhundert
Datierung engl.: 12th - 13th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Italien,
Land
Herkunft (Allgemein): Sizilien,
Land/Region
Abmessungen
Höhe: 18,5 cm
Breite: 53,5 cm
Tiefe: 40 cm
Gewicht: 39,7 kg

Objektbeschreibung

Kastenförmiges Becken aus Marmor. Die Außenseiten des Beckens sind mit figürlichen Szenen im Flachrelief dekoriert und jeweils von einem dünnen Rahmen umgeben. Die Längsseiten zeigen zum einen eine Jagdszene mit zwei sich zugewandten Reitern mit jeweils einem Falken. Zum anderen ist eine Figur zwischen zwei Löwen zu erkennen, die wohl mit ihnen kämpft. Unterhalb des Kämpfenden ist ein Bohrloch zu erkennen, dass wahrscheinlich als Ausfluss diente. Die Darstellungen auf den Breitseiten weisen zum einen, auf eine Trinkszene hin, in der zwei sich gegenübersitzende Figuren sich ein Trinkgefäß überreichen, während die andere Breitseite eine Szene mit Tierdarstellung repräsentiert. Hier sind zwei sich zugewandte Hirsche mit einem stilisierten Baum im Zentrum dargestellt. Diese Szene sowie die Kampfszene sind aus dem Alten Orient und der Sasanidenzeit bekannt; vergleichbar mit I. 6197
Bei den anderen beiden Szenen handelt es sich um beliebte Darstellungen, vergleichbar unter anderem mit einer Elfenbeinschnitzerei aus der gleichen Zeit I. 6375.

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.