(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Rustam im Kampf mit Afrasiyab
Ident. Nr.: I. 4628 S. 21
ObjID: obj:1521190
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1420Datierung engl.: 1420hiǧra - dt.: Rabi‘ I 823hijra - engl.: Rabi‘ I 823Dynastie - engl.: Timurids
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: (Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Rustam im Kampf mit AfrasiyabÜbersetzung: (Iranian anthology for Timurid Prince Baisunqur, son of Shahrukh)
- Material / Technik
- Papier, nachträglich ungleichmäßig beschnitten; gut poliert; Haupt-Textfeld vierspaltig, von doppelten Randleisten getrennt und nur dreiseitig gerahmt; ca. 18 x 12, 5 cm, ringsum äußere einfache schmalere Randleisten ca. 23, 5 x 16 cm; Hauptfeld 6 Zeilen, schwaches Zeilenraster; Rand je zur Hälfte in Gegenrichtung diagonal beschrieben, oben 14, unten12 Zeilen, kein Raster. Text Rußtinte; Schriftduktus: fast kalligraphisches, kleines Nasta’liq. Illumination, Rand: diagonale Beschriftung von größerem Randleisten-Dreieck getrennt, kleinere Dreiecke je am Anfang und Ende; Ornamentfüllung in Gold und hellen Gouache-Farben.
- Abmessungen
- Höhe: 28 cmBreite: 19,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1521190
Objektbeschreibung
Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Kampf Rostams gegen Afrasiab;
Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.
Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach links oben und unten ohne Trennung ausgeweitet.
Miniatur: über ganze Breite und bis an den linken äußeren Rand ohne Rahmung ausgeweitet. In Berglandschaft unter mattblauem Himmel zieht ein Reiterkampf am Betrachter vorüber: Rustam als Hauptheld und Sieger beherrscht die Szene, mit langer Lanze hat er den Gegner aus dem Sattel gehoben, der aber noch vom Boden einen Pfeil auf ihn zu schießen droht – der Kampf wird hier abgebrochen. Beide sind nur mit Goldhelmen geschützt, ohne Panzer, drei Begleiter auf Rustams und zwei auf der Gegnerseite tragen fast die gleichen Helmsorten mit Brünne und Kragen. Grasbüschel besetzen steinige Landschaft. Die Personen sind sehr groß, Bewegungen von Mensch und Pferd sind mit Dramatik dargestellt, Köpfe variieren in Farbe und Mimik. Zum Figurenstil vgl. Bild S. 245 und 315.
Übermalungen u.a. in Landschaft, am linken Pferd, der Himmel.
Randillumination: in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.
Letzte Aktualisierung: 04.03.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Islamische Kunst
E-Mail:
isl@smb.spk-berlin.de