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Ident. Nr.: I. 1943

ObjID: obj:1521465

Details (Expert)

Datierung
um 1200
Datierung engl.: c. 1200
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Syrien,
Land
Abmessungen
Höhe: 23,6 cm
Breite: 24 cm
Tiefe: 3 cm

Objektbeschreibung

Quadratische Fliese mit figürlicher und floraler Lüsterbemalung. Die Fliese bildet durch vier in die Ecken eingestellte Quadrate im Zentrum eine Kreuzform aus, die zusätzlich von einem zarten Rahmen umfangen wird. In deren Zentrum ist ein nach links schreitendes Raubtier mit erhobenem Schwanz wiedergegeben. Es wird von zarten Lüsterranken umfangen. Die in die Ecke eingestellten Quadrate weisen einen blauen Grund auf und sind mit floraler Lüsterbemalung gefüllt.
Im Fliesenverband wechselten sich so blaue Quadrate und Kreuzflächen mit Tierdarstellungen ab (vgl. I. 1944). Aus dem syrischen Raum um 1200 sind bisher nur wenige Lüsterfliesen bekannt, so dass die beiden Fliesen eine Seltenheit darstellen.

Letzte Aktualisierung: 22.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.