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Ident. Nr.: I. 2221

ObjID: obj:1521558

Details (Expert)

Datierung
13./14. Jahrhundert
Datierung engl.: 13th - 14th century
Geografische Bezüge
Iran,
Land
Abmessungen
Höhe: 15,7 cm
Breite: 18,1 cm
Tiefe: 4,1 cm
Erwerbung
1912 Filippo (Kauf); "1912 von Filippo in Paris erworben" (Inventarkarte)

Objektbeschreibung

Fragment einer Fliese aus Quarzfritte. Die stark reliefierte Darstellung zeigt auf der rechten Seite eine frontal sitzende Figur mit einem Kelch in der linken Hand. Das Gewand ist längs mit blauen und lüsterbemalten Streifen und Flechtbändern versehen. Auf der linken Seite ist ein lüsterbemaltes, reliefiertes Rankenmotiv aus Palmetten und Blättern zu erkennen, das eine Blüte umschließt. Der Hintergrund ist lüsterbemalt und weist ein Rankenwerk auf.
Die Darstellung zeugt vom Geschmack der mongolischen Herrscher, der durch China beeinflusst wurde. Vergleichbar mit I. 485 und I. 486

Letzte Aktualisierung: 03.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Fragmentierter Krug aus hart gebrannter beiger, partiell oranger unglasierter Irdenware. Rand, Hals und der obere Teil des auf einer Töpferscheibe gefertigten Kruges mit eiförmigen Körper fehlen. Die ausgebrochenen Wandscherben sind eingeklebt. Der bauchige Gefäßkörper erhielt einen um den runden Boden ausgearbeiteten Standring als Fuß. Das Unterteil des wohl ehemals randständigen handmodellierten Henkels sitzt auf der Gefäßschulter auf. Offenbar wurde bei der Auffindung der mit Asphalt verschlossene Rand entfernt, von dessen Anbringung sich noch schwarze Tropfen auf dem Gefäßkörper finden. Um an den Gefäßinhalt aus Metallfragmenten und mit Asphaltplomben verschlossenen Kupferhülsen zu gelangen, wurde eine Beschädigung in Kauf genommen. Der Krug wurde bei den Ausgrabungen eines Hauses der Siedlung al-Maʿarid im Stadtgebiet östlich des Palasts von Ktesiphon gefunden. Die verschiedenen Bestandteile des Fundes lassen die Annahme zu, dass es sich bei Füllung mit einer sauren Lösung bzw. einem wässrigen Elektrolyt und isolierter Fixierung der Metallteile um einen Kondensator handelt, in dem durch anodische Oxidation bzw. Elektrolyse eine elektrische Spannung aufgebaut wurde. Nach vergleichbaren Funden vom Tell Chudschut Rabbuha bei Bagdad werden derartige Gefäße mitunter als Bagdad-Batterien bezeichnet. Diese können als galvanische Elemente hypothetisch bei elektrotherapeutischen Behandlungen oder zur elektrochemischen Oberflächenveredlung von Metallen eingesetzt werden.