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Ident. Nr.: KtO 1542

ObjID: obj:1522741

Details (Expert)

Datierung
5. Jahrhundert
Datierung engl.: 5th century
Dynastie: Sasaniden
Dynastie - engl.: Sasanids
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort
Abmessungen
Höhe: 31,5 cm
Breite: 32,5 cm
Tiefe: 6 cm

Objektbeschreibung

Aus mehreren Fragmenten zusammengesetzte, achsialsymmetrisch aufgebaute sogenannte Kandelaberplatte aus Stuck. Zentrales, die Platte einer repräsentativen Wandverkleidung teilendes Motiv ist eine Staude, von der Halbpalmetten, Knospen und Rankenwerk ausgehen. Die Ranken laufen in den unteren Ecken der Platte in von flügelartigen Halbpalmetten umfassten Mohnkapseln aus. Des Weiteren finden sich zwischen den Ranken Blütenknospen und rosettenartige Blüten. Sie füllen mit zwei sich gegenüberstehenden Vogelpaaren das Bildfeld flächig aus. Im oberen Bereich stehen voluminöse Perlhühner auf Palmettenblättern, auf den unteren Ranken schlanke Hähne oder Wiedehopfe mit Haube und angelegten Flügeln.
Die Platte gehört zur Ausstattung eines Hauses der Siedlung al-Maʿarid im Stadtgebiet östlich des Palasts von Ktesiphon.

Letzte Aktualisierung: 24.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.