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Ident. Nr.: I. 4895.1

ObjID: obj:1522774

Details (Expert)

Datierung
5. Jahrhundert
Datierung engl.: 5th century
Geografische Bezüge
Iran,
Land
Material / Technik
Gips, geschnitten, geglättet
Abmessungen
Höhe: 12,4 cm
Breite: 14,7 cm
Tiefe: 8,5 cm

Objektbeschreibung

Fragment eines tief eingeschnittenen Stuckreliefs einer repräsentativen Wandverkleidung. Dargestellt ist ein nach rechts schreitender Vogel mit angelegten Flügeln. Die stark ausgeprägten Beine könnten zu einem Greifvogel gehören, das Gefieder ist allerdings zu schematisch zusammengefasst, um eindeutige Aussagen zu treffen. Die Schuppung des vorderen Flügelbereichs ist nur rudimentär mit einzelnen Haken angedeutet, das Brustgefieder deuten allein mehrere Facetten. Die Flugfedern liegen in drei Stufen gestaffelt am Leib und schwingen leicht bogenförmig auf den Rücken. Als Binnendekor ist eine Schraffur eingeschnitten. Die mit einem Leistenbündel angedeuteten Schwanzfedern sind steil nach unten ausgerichtet. Der Kopf ist nicht erhalten.
Das Fragment wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen mit anderen Stuckplatten und Hochreliefs 80km südöstlich von Teheran im Gebiet von Nizamabad geborgen. Das Museum erwarb die Stücke im Kunsthandel.
Fast vollplastisch ausgearbeitete Reiter- und Personendarstellungen stechen unter den verschiedenen Stuckfunden heraus. Sie sind durch Kronen, Schmuck, Bekleidung sowie Farbfassungen und Blattgoldbelag als hochrangige Personen gekennzeichnet.
Die Funde aus Nizamabad sind in das 7./8. Jahrhundert zu datieren. Sie sind herausragende Zeugnisse der Übergangszeit zwischen Spätantike und Frühislam.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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