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Ident. Nr.: I. 4363

ObjID: obj:1522827

Details (Expert)

Datierung
10./11. Jahrhundert
Datierung engl.: 10th - 11th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Abmessungen
Höhe: 12 cm
Durchmesser: 8 cm
Durchmesser: 3,5 cm Rand
Wandungsstärke: ca. 0,25 cm

Objektbeschreibung

Kleine intakte Flasche mit kugeligem Körper aus manganrotem Glas; die Schlieren erscheinen spiralig von rechts unten nach links oben. Dicklicher konischer Hals mit napfartig verbreiterter Mündung mit glattem Rand; am Boden Reste der abgearbeiteten Heftnarbe. Über horizontalen Rippen erscheint ein Muster aus konzentrischen Kreisen mit einem Buckel im Zentrum, und vertikalen Ovalen, deren oberer Abschluss nicht mehr deutlich
zu erkennen ist.
Kleinere Flaschen dieses Typs wurden in der gesamten Region zwischen Ägypten und Iran hergestellt. Sehr häufig sind kreisförmige Muster, die formgeblasen, geschnitten, geschliffen oder mit Stempel- und Zwicktechniken gefertigt wurden.
Auch die Form des napfartig verbreiterten Randes und des dicklichen Halses ist weit verbreitet und findet sich sowohl in Ägypten als auch im Irak.
Der formgeblasene Dekor ist charakteristisch für verschiedene Glasformen in Ägypten; er findet sich nur selten in anderen Regionen.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.