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Ident. Nr.: I. 7735

ObjID: obj:1523228

Details (Expert)

Datierung
601 - 1000
Datierung engl.: 7th - 10th century
Geografische Bezüge
Irak,
Land
Abmessungen
Höhe: 82 cm
Breite: 158 cm
Tiefe: 12 cm

Objektbeschreibung

Archivoltenfragment einer großflächigen, repräsentativen architektonischen Gebäudeausstattung mit Stuckdekor. In Tradition sasanidischer Gestaltungen wurde die Bogenverkleidung eines kleinen Iwans, eines überwölbten, zu einer Seite offenen, nischenartigen Raums, mit einem floralen Fries verkleidet. Allerdings ist das Dekor aus dem an der Wand angetragenem Stuck herausgeschnitten ohne vorgefertigte Elemente zu benutzen. Das Hauptmotiv bildet ein Fries aus stilisierten Bäumen, deren aneinander anstoßenden, eingeschwungenen Zweige jeweils in fünflappigen Blättern enden und einem Rankenmotiv entlehnt sind. Zwischen den tordiert strukturierten, quasi mit Rinde versehenen Stämmen hängen mit einer Einkerbung und Bohrungen versehene Früchte (Granatäpfel?) und Blätter. Die abgewandelten, quasi umgedeuteten Ornamente bilden einen neuen Sinnzusammenhang: Die strenge Reihung der Bäume entwirft das Bild eines gepflegten Hains, wobei ein sowohl in der vor-, als auch frühislamischen Kunst beliebtes Motiv aufgegriffen wird. Das eventuell vom Lebensbaum herrührende Baummotiv findet sich in diversen Bereichen der Raumgestaltung des bei den Ktesiphon-Grabungen in der islamischen Siedlung Salman Pak erschlossenen Gebäudes wieder (vgl. Kt.I 60, 354 & 512). Zur Einbindung in die Bogenverkleidung sitzt der Fries zwischen rahmenden, einfachen Leisten. Den unteren Abschluss bildet ein Dekorband mit einem dreireihigen Fries aus lanzettförmigen, an den Rändern halbierten Lorbeerblättern (vgl. Kt I. 347). Die einfache Ausführung führt zu einer welligen Struktur, gemeint ist aber sicherlich eine spätantiken Vorbildern entlehnte Blattleiste.

Letzte Aktualisierung: 03.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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