(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Magnun (Madschnun, Majnun) an der Ka'ba
Ident. Nr.: I. 4628 S. 305
ObjID: obj:1524778
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1420Datierung engl.: 1420hiǧra - dt.: Rabi‘ I 823hijra - engl.: Rabi‘ I 823Dynastie - engl.: Timurids
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: (Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Magnun (Madschnun, Majnun) an der Ka'baÜbersetzung: (Iranian anthology for Timurid Prince Baisunqur, son of Shahrukh)
- Material / Technik
- Papier, nachträglich ungleichmäßig beschnitten; gut poliert; Haupt-Textfeld: 3 von doppelter Randleiste getrennte vierspaltige Zeilen und zwölf zweispaltige, schwacher Raster; ca. 18 x 12, 5 – 13 cm; dreiseitig äußere Randleisten ca. 23, 5 x 16 cm; Text Rußtinte; Schriftduktus: fast kalligraphisches, kleines Nasta’liq; Überschrift und zwei Doppelverse weitläufiges Nasta’liq, mit Goldtinte, der letzte Doppelvers mit roter Tinte, in Wolken auf Goldstaub-Grund. Rand: diagonale Beschriftung mittig von größerem Randleisten-Dreieck getrennt, kleineres Dreieck je am Anfang und Ende; gefüllt mit hellen Blumen und Gold-Blattwerk.
- Abmessungen
- Höhe: 28 cmBreite: 19,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1524778
Objektbeschreibung
Text im Hauptfeld: Nizami, Madschnun und Laili,
Text am Rand: aus Amir Dschalal-i `Azud, Divan, Gedichte.
Bild auf unterer Haupttext-Randleiste, eigene Randleisten, nach rechts etwas über das Textfeld hinausragend.
Miniatur: Im Bild wird der Besuch Madschnuns mit seinem Vater und einer weiteren Person an der Kaaba geschildert – das rötlich geflieste Gebäude füllt den ganzen hohen linken Teil aus, nur Türvorhang und Sturz sind schwarz, die Tür bleibt hinter einem dunkelhäutigen Diener geschlossen, doch ergreift Madschnun den goldenen Türzieher; der Hof wird als grüne Wiese dargestellt, mit einem schwarzen Sockelstein. Der dürftig bekleidete, liebeskranke Madschnun („der Irre“) schwört nicht etwa seiner Liebe zu Laili ab, wie sein Vater erhofft hatte, sondern fühlt ihre Stärke am heiligen Ort umso mehr und dankt dafür.
Wenig detailreich, zur ersten Stilgruppe, vgl. S. 12 etc.
Gesichter mehr oder weniger berieben.
Rand: großes und kleinere Dreiecke mit Ornamentfüllung in Gold und hellen Gouache-Farben.
Letzte Aktualisierung: 04.03.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Islamische Kunst
E-Mail:
isl@smb.spk-berlin.de