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Ident. Nr.: I. 1365.18

ObjID: obj:1524931

Details (Expert)

Datierung
13./14. Jahrhundert
Datierung engl.: 13th - 14th century
Geografische Bezüge
Syrien,
Land
Libanon,
Land
Material / Technik
Kalkstein, geschnitten
Abmessungen
Höhe: 7,2 cm
Breite: 12,5 cm
Tiefe: 3,5 cm

Objektbeschreibung

Fragment eines floralen Dekorfrieses aus Kalkstein, in Flachrelief gearbeitet.
Das Fragment gehört zu einer Gruppe von Dekorfriesen aus Baalbek, die mit Weinranken geschmückt sind, aber aufgrund unterschiedlicher Ausführungen und Gesteine aus verschiedenen Zusammenhängen stammen.
Es wird einem Weinrankenfries zugeordnet, dem die meisten Fragmente im Museum zugeschrieben werden können und dessen Breite aufgrund der größten Fragmente auf 30 bis 40 cm geschätzt wird. Der Dekor besteht aus Weinranken, die eine Gruppe von Weinblättern umfangen. Weintrauben sind diesen Blättern vorgelagert. Von den Ranken gehen kürze und längere Blätter und weitere Weintrauben ab. Zudem sind zwischen einige Ranken Volutenkelche eingefügt.
Auf diesem Fragment sind Weinblätter mit zentraler Traube erhalten.
Der genaue Anbringungsort des Dekorfrieses ist nicht bekannt. Es kann jedoch angenommen werden, dass er, über den Mosaiken aus Stein im Innenraum der Burgmoschee angebracht war. Für die Moschee sind keine Bauinschriften überliefert. Es wird jedoch vermutet, dass sie unter dem mamlukischen Sultan al-Mansur Qalawun (reg. 1279-90) errichtet wurde.
Das Fragment stammt aus Ausgrabungen in Baalbek und wurde nach Fundteilung von der Antikensammlung an das Museum für Islamische Kunst überwiesen.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Frei geblasenes Kelchglas aus grünem Glas mit Applikationen und gezwicktem Dekor. Das halbkugelförmige doppelwandige Kelchglas steht auf einer kleinen, leicht welligen Fußplatte. Darüber folgt ein kurzer Schaft, der dann in die doppelwandige Schale übergeht. Zwischen beiden Teilen befindet sich ein Hohlraum von ca. 0,5 cm.In der unteren Hälfte der Schale sind Fäden aufgelegt, die in regelmäßigen Abständen gezwickt wurden, sodass ein Fries aneinander gereihter Ovale entstand (so genanntes Brillenmuster, "spectacle pattern"). Dabei wurde der obere Faden dünner und der untere viel dicker aufgelegt, wodurch ein zweifarbiger Eindruck erweckt wird (blaugrün und grün). Das Ende des Fadens ist noch einmal ganz dünn in der Mitte der Ovale um etwa die Hälfte des Gefäßes gezogen. Die kleine Standplatte des Fußes ist durch konzentrisch aufgelegte Fäden in derselben Glasfarbe verziert: zwischen zwei dickeren Fäden befinden sich drei sehr dünne.Obwohl der Dekor offenbar besonders bei kelchartigen Gläsern mit Fuß beliebt war, findet sich dieselbe Technik auch auf anderen Gefäßformen wie langhalsigen Flaschen. Er wurde aus der römischen Glastradition übernommen und scheint vor allem in Ägypten im 8. bis 9. Jahrhundert wiederbelebt worden zu sein. Doppelwandige Gefäße wurden in der Antike als Kühlgefäße benutzt. Vermutlich wurde das zur Kugel geblasene Glas durch Ansaugen der Luft der Glaspfeife zu einer doppelwandigen Schale geformt. Das Gefäß hat keine Heftnarbe oder andere technische Bearbeitungsspuren.