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Ident. Nr.: I. 627

ObjID: obj:1525178

Details (Expert)

Datierung
1296
Datierung engl.: 1296
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Abmessungen
Höhe: 18,5 cm
Breite: 14,6 cm
Tiefe: 1,2 cm

Objektbeschreibung

Polygonale Holzfüllung aus einem Minbar (Kanzel), der sich in der Ibn-Tulun-Moschee in Kairo befand. Auf verschiedenen Ebenen sind mehrere Rankensysteme mit Palmetten und Palmettblättern zu erkennen. Die dunkle Farbe ist durch einen im 19. Jahrhundert hinzugefügten Wachsüberzug entstanden, wobei auch die Rahmung wohl aus dieser Zeit stammt. Das Objekt gehörte mit einer Reihe weiterer ähnlicher Objekte (I.627- I.633, I.636 I.663-I.666, I.5617) zu einem Minbar, der als Ladjin-Minbar bekannt ist. Hunderte von polygonalen Füllungen dekorierten seine zwei Seiten und bildeten somit ein geometrisches Muster. Einige dieser Stücke weisen Farbreste auf, wobei nicht klar ist, ob es sich um eine originale, oder später hinzugefügte Bemalung handelt.
Nach der Restaurierung der Moschee hatte der mamlukische Sultan al-Mansur Ladjin (gest. 1299), den Minbar gestiftet. Eine Inschrift wies seinen Namen mitsamt Erbauungsdatum auf.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.