(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Khusrau (Chosrau) entdeckt Schirin beim Bade
Ident. Nr.: I. 4628 S. 231
ObjID: obj:1525331
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1420Datierung engl.: 1420hiǧra - dt.: Rabi‘ I 823hijra - engl.: Rabi‘ I 823Dynastie - engl.: Timurids
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: (Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Khusrau (Chosrau) entdeckt Schirin beim BadeÜbersetzung: (Iranian anthology for Timurid Prince Baisunqur, son of Shahrukh)
- Material / Technik
- Papier, nachträglich ungleichmäßig beschnitten; gut poliert; Haupt-Textfeld vierspaltig, von doppelten Randleisten getrennt und unten nur dreiseitig gerahmt; ca. 16 x 12, 5 cm, ringsum äußere einfache schmalere Randleisten ca. 23, 5 x 16 cm; Hauptfeld 12 einspaltige, nach zehn unterbrochene, plus 4 vierspaltige Zeilen, schwaches Zeilenraster; Rand: nur unten 14 Zeilen diagonal beschrieben, kein Raster. Text Rußtinte; Schriftduktus: fast kalligraphisches, kleines Nasta’liq.
- Abmessungen
- Höhe: 28 cmBreite: 19,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1525331
Objektbeschreibung
Text im Hauptfeld: Nizami, Khusrau va Schirin,
Text am Rand: aus Auhadi, Divan, Gedichte.
Miniatur: Das freier gestaltete Bild füllt drei Viertel der gesamten Seite und greift textumschlingend und unten stufenweise aus, über die ganze Breite des Hauptfeldes sowie nach links noch tiefer reichend in den Rand; Bildrandleiste unten sichtbar.
In einer bewaldeten Hügellandschaft unter goldenem Himmel wird die flüchtige armenische Prinzessin Schirin vom Prinzen Khusrau beim Baden beobachtet, als sie Kleidung und Waffen abgelegt hatte – sie waren, ohne sich zu kennen, bereits ineinander verliebt, aber aus Verwirrung über diesen Zufall flieht Schirin und Khusrau muss noch mehrere Prüfungen bis zur menschlichen und herrscherlichen Reife bestehen. Die wilde Kulisse und vielgestaltigen Bäume illustrieren den schwierigen Weg des Prinzen.
Trotz der ähnlichen Kleinheit der Figuren ist hier sicher ein anderer dritter Künstler am Werk als bei der ersten Bildgruppe.
Guter, detailreicher Erhaltungszustand, Gesichter teilweise vielleicht nachgemalt.
Rand: diagonale Beschriftung nur von zwei kleineren Dreiecken ohne Randleisten begrenzt; Ornamentfüllung in Gold und hellen Gouache-Farben.
Letzte Aktualisierung: 04.03.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Islamische Kunst
E-Mail:
isl@smb.spk-berlin.de