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Konya Mihrab

Ident. Nr.: I. 7193

ObjID: obj:1525437

Details (Expert)

Datierung
13. Jahrhundert
Datierung engl.: 13th century
Dynastie - engl.: Seljuks of Rum
Weitere Titel
Sammlungstitel: Konya Mihrab
Konya-Nische
Geografische Bezüge
Türkei,
Land
Konya,
Ort
Abmessungen
Höhe: 395 cm
Breite: 280 cm
Gewicht: ca. 1107,11 kg ohne Stahlrohrkonstruktion und Bodenplatte (7. Teil HU-Bau-Teil 2: Überarbeitung 30.06.04: Teilprojekt 6)

Objektbeschreibung

Eine Gebetsnische (arab. miḥrāb) zeigt in einer Moschee die Gebetsrichtung nach Mekka an. Diese stammt aus der Beyhekim-Moschee in Konya, die der Leibarzt des Seldschukensultans Kiliç Arslan IV. (gest. 1266) erbauen ließ. Im 13. Jahrhundert waren Fayencemosaiken zur Hervorhebung einzelner Bauteile in Anatolien beliebt, wobei die enge Verbindung zwischen abstraktem Ornament und religiöser Inschrift besonders wichtig ist.

Die von eingebundenen Säulen flankierte Nische zeigt Flechtwerk mit Zwölfsternen und radial zugeordneten Fünfecken. An der Stalaktitenwölbung (Muqarnas) erscheinen neben geometrischen Füllmotiven Worte des Propheten Muhammad, die sich auf das Gebet beziehen. Im Stirnfeld verläuft ein Vers aus Sure 29. In dem großen dreiseitigen Rahmen erscheint der Thronvers (Koran 2, 255), der wegen seiner Segenskraft in Sakralbauten, insbesondere an Gebetsnischen, häufig zitiert wird. So erscheint er auch an der Gebetsnische der seldschukischen Palastmoschee von Konya, die als Vorbild für diese Gebetsnische gilt.

Die großen Fayencedekorationen entstanden in der Zusammenarbeit von Kalligraphen und Ornamentzeichnern sowie Fliesenherstellern und -schneidern, die in einem äußerst arbeitsaufwendigen Verfahren aus zahllosen zugeschnittenen Fliesenstücken ein lückenloses Muster zusammensetzten. In der Hauptstadt der Seldschuken, Konya, zeichneten sich im 13. Jahrhundert 21 Moscheen durch Fayencemosaiken aus.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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