Logo

Ident. Nr.: I. 891

ObjID: obj:1525494

Details (Expert)

Datierung
14./15. Jahrhundert
Datierung engl.: 14th - 15th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Herkunft (Allgemein): Türkei,
Land
Material / Technik
Gold, getrieben, filigran, granuliert, gelötet
Abmessungen
Höhe: 3 cm
Durchmesser: 0,9 cm
Gewicht: 23 g

Objektbeschreibung

Kette aus Goldperlen mit filigranem und granuliertem Dekor. Die Kette besteht aus sechs großen zylindrischen und zwölf kleinen runden Perlen, deren ursprüngliche Anordnung nicht bekannt ist. Die zylindrischen Perlen bestehen aus einem Schaft, der längs mit einem Spiraldrahtröhrchen versehen ist, durch das eine Schnur gezogen werden konnte. Die übrige Fläche ist mit diagonalen Bändern aus doppeltem Kordeldraht besetzt, in die Drahtschlaufen gelegt sind. Auf beiden Enden der Zylinder sitzen abnehmbare halbkugelförmige Kappen mit granulierten Spitzen. Die rundlichen Perlen sind aus zwei Hälften zusammengelötet und vermutlich jünger.
Solche kapselförmigen Perlen dienten zur Aufbewahrung von Amuletten, etwa von mit Koranversen beschriebenen Papier- oder Stoffstückchen. Sie konnten um den Hals oder den Oberarm getragen werden.

Letzte Aktualisierung: 02.11.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.