Logo

Ident. Nr.: I. 3/57

ObjID: obj:1525566

Details (Expert)

Datierung
13. Jahrhundert
Datierung engl.: 13th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Abmessungen
Höhe: 1,7 cm
Breite: 1,9 cm
Tiefe: 1,2 cm
Gewicht: 8,1 g

Objektbeschreibung

Gegossener Siegelring aus Gold mit graviertem/ziseliertem und mit schwarzer Masse versehenem Dekor. Der Ring hat eine sechseckige Siegelplatte mit einzeiliger Inschrift, vermutlich einem Eigennamen, um den Sterne und Rosetten angeordnet sind. Das Feld wird von einem Rankenfries mit geschwärztem Dekor eingefasst. Die Ringschiene ist außen mit verschiedenen Blattmotiven und in der Mitte mit einem plastisch hervorstehenden Oval mit eingravierter Sonne verziert. Den Übergang von Ringschiene zu Siegelplatte bilden zwei fratzenartige Gesichter, deren verlängerte Nasen als Halterung der Platte zu dienen scheinen. In die Unterseite der Siegelplatte ist eine Raute mit Punkten eingraviert.
Der Ring ist aus einem Stück gegossen, imitiert aber einen Typus, bei dem ein Siegelstein mit Krappen gefasst ist.

Letzte Aktualisierung: 02.11.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.