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Ident. Nr.: I. 543

ObjID: obj:1525625

Details (Expert)

Datierung
12. Jahrhundert
Datierung engl.: 12th century
Geografische Bezüge
Iran,
Land
Abmessungen
Höhe: 8,8 cm
Durchmesser: 20 cm
Breite: 23,6 cm
Gewicht: 1862 g

Objektbeschreibung

Gegossene Schale aus einer Kupferlegierung mit graviertem/ziselierten und kupfertauschiertem Dekor. Die flache Räucherschale mit schräg zulaufender Wandung und abgesetztem Rand sitzt auf sechs Füßchen, die verschiedene Tierfiguren darstellen. Zu erkennen sind Löwen und Stiere; die Details von Fell und Hörnern sind eingraviert. Die Figurenfolge auf dem Schalenrand zeigt Zecher und Musikanten mit Harfen, Flöten und Lauten. Der Dekor zeigt etwas unbeholfene, vielleicht erste, Versuche mit Kupfertauschierungen.
Bei der dieser Dekortechnik werden dünne Metalldrähte, z.B. aus Silber, Kupfer oder auch Gold, in vorgegebenen Mustern in das zu verzierende Objekt eingehämmert.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Frei geblasenes Kelchglas aus grünem Glas mit Applikationen und gezwicktem Dekor. Das halbkugelförmige doppelwandige Kelchglas steht auf einer kleinen, leicht welligen Fußplatte. Darüber folgt ein kurzer Schaft, der dann in die doppelwandige Schale übergeht. Zwischen beiden Teilen befindet sich ein Hohlraum von ca. 0,5 cm.In der unteren Hälfte der Schale sind Fäden aufgelegt, die in regelmäßigen Abständen gezwickt wurden, sodass ein Fries aneinander gereihter Ovale entstand (so genanntes Brillenmuster, "spectacle pattern"). Dabei wurde der obere Faden dünner und der untere viel dicker aufgelegt, wodurch ein zweifarbiger Eindruck erweckt wird (blaugrün und grün). Das Ende des Fadens ist noch einmal ganz dünn in der Mitte der Ovale um etwa die Hälfte des Gefäßes gezogen. Die kleine Standplatte des Fußes ist durch konzentrisch aufgelegte Fäden in derselben Glasfarbe verziert: zwischen zwei dickeren Fäden befinden sich drei sehr dünne.Obwohl der Dekor offenbar besonders bei kelchartigen Gläsern mit Fuß beliebt war, findet sich dieselbe Technik auch auf anderen Gefäßformen wie langhalsigen Flaschen. Er wurde aus der römischen Glastradition übernommen und scheint vor allem in Ägypten im 8. bis 9. Jahrhundert wiederbelebt worden zu sein. Doppelwandige Gefäße wurden in der Antike als Kühlgefäße benutzt. Vermutlich wurde das zur Kugel geblasene Glas durch Ansaugen der Luft der Glaspfeife zu einer doppelwandigen Schale geformt. Das Gefäß hat keine Heftnarbe oder andere technische Bearbeitungsspuren.