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Ident. Nr.: I. 6173

ObjID: obj:1527099

Details (Expert)

Datierung
um 740
Datierung engl.: c. 740
Dynastie - engl.: Umayyads
Geografische Bezüge
Material / Technik
Kalkstein, geschnitten
Abmessungen
Höhe: 34 cm
Breite: 49,5 cm
Tiefe: 29,5 cm
Gewicht: 45 kg

Objektbeschreibung

Oberkörperfragment einer weiblichen Skulptur. Das Fragment stammt von einer fast lebensgroßen Statue und gibt den Oberkörper von der Schulter bis unter die Brust wieder. Der rechte Arm ist unterhalb der Schulter abgebrochen und der linke über dem Ellenbogen. Unter der linken Brust ist eine tiefe Bauchfalte eingeschnitten; auch die Wirbelsäule und die Armansätze zum Körper hin sind durch tiefe Ritzlinien gekennzeichnet. Gefunden im westlichen Seitenschiff der Säulenhalle.
Lebensgroße Statuen von Frauen, Männern und Tieren gehörten zur Ausstattung des Wüstenschlosses von Mschatta. Bis heute sind die Fragmente von über 20 Statuen im sogenannten Thronsaal sowie in der Säulenhalle im Eingangsbereich entdeckt worden. Eine derartige Ausstattung ist auch aus den zentralen Bereichen anderer umaiyadischer Paläste bekannt, wo große Skulpturen aus Stuck nachgewiesen werden konnten. Sie zeigen, dass in frühislamischer Zeit im weltlichen Umfeld der Kalifenpaläste das sogenannte Bilderverbot des Islam keine spezielle Beachtung fand.
Das Statuenfragment gelangte 1903 zusammen mit der Palastfassade als Geschenk des osmanischen Sultans an Kaiser Wilhelm II. nach Berlin.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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