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Ident. Nr.: I. 1328

ObjID: obj:1527376

Details (Expert)

Datierung
Anfang 8. Jahrhundert
Datierung engl.: early 8th century
Dynastie: Umaiyaden
Dynastie - engl.: Umayyads
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Jordanien,
Land
Abmessungen
Höhe: 1,8 cm
Breite: 2,4 cm
Tiefe: 1,7 cm

Objektbeschreibung

Kleines Mosaikfragment mit zwei Reihen Mosaiksteinchen aus Glas in einem Stuckbett. Erhalten sind ein dunkelblaues und ein dunkles, wohl manganfarbenes Steinchen sowie zwei Tesserae aus gelblichem Glas mit dünner Goldauflage unter transparentem farblosem Glas.
Das Fragment stammt aus der unmittelbaren Umgebung von Qusair Amra in Jordanien. Es gehörte wohl ursprünglich zu der reichen Ausstattung dieses umaiyadischen Wüstenschlosses, von der im Museum das Fresko einer Frau gezeigt wird (I. 1264).

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.