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Ident. Nr.: Ta 3633

ObjID: obj:1528425

Details (Expert)

Datierung
Anfang 8. Jahrhundert
Datierung engl.: early 8th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Israel,
Land
Fundort: Chirbat al-Minya,
Ort
Material / Technik
Irdenware, reliefiert
Abmessungen
Höhe: 19,5 cm
Breite: 16,5 cm
Tiefe: 10,6 cm

Objektbeschreibung

Pilgerflasche aus braunem Ton, reliefiert, und auf der Drehscheibe hergestellt.
Die fast vollständig erhaltene Flasche weist eine asymmetrische Form auf. Während die vordere Bauchhälfte rund erscheint und im Zentrum leicht reliefierte konzentrische Kreise zu erkennen sind, ist die andere Seite flach und zeigt eine knopfartige Abdrehspur im Zentrum. Die zwei ringförmigen Wulsthenkel, von denen nur noch einer erhalten ist, sind auf der Höhe der Schulter befestigt. Der kurze Hals weist einen breiten, leicht geschwungenen, trichterförmigen Rand auf.
Diese Pilgerflasche gehört zu der sogenannten „Biscuit Ware“, die meist dekorlos oder mit einfachem Ritz- und Rillendekor versehen war, da sie zur Nutzung gedacht waren.
Sie wurde mitsamt anderen Keramikstücken während der Ausgrabungen in Chirbat al-Minya gefunden. Ähnliche Pilgerflaschen (Ta 3585, Ta 3586) wurde ebenfalls im Grabungskomplex gefunden.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.