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Arabisches Papier mit einer Grundsteuerquittung

Ident. Nr.: P 7626

ObjID: obj:1533328

Details (Expert)

Beteiligte
Georg Schweinfurth (29.12.1836 - 19.9.1925),
Käufer*in
Datierung
7.–8. Jh. (Arabische Zeit -> Ägypten)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Arabisches Papier mit einer Grundsteuerquittung
Übersetzung: Arabic Paper with an Account on Real Estate Tax
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 12,3 x 7 cm

Objektbeschreibung

Hier liegt eine fast vollständig erhaltene Quittung für die Grundsteuer ( الخراج ) aus dem islamischen Jahr 341 vor ( وذلك لخراج سنة إحدى وأ[ربع]ین وثلثمائة ). In dieser Quittung wird bestätigt, dass Abū ʿAlī, Muḥammad und ʿUmar die Grundsteuer bezahlt haben ( أدى أبو علي ومحمد وعمر ). Der Schreiber der Steuerquittung war ein gewisser ʿAbd al-Masīḥ ( كتب عبد المسیح ). Es könnte derselbe Schreiber sein, der eine Steuerquittung aus dem Jahr 344 H. abfasste, die von Werner Diem unter P.Steuerquittung 18 ediert wurde. Die Rückseite ist mit Papier verdeckt.
A. Kamal, S. Metz

Diese Dokumentation ist das Ergebnis eines Forschungsprojektes der Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA). AGYA wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Siehe www.agya.info.de.

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Hieroglyphischer Papyrus mit dem Totenbuch der Hausherrin Keku

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.V. Lepper