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Ident. Nr.: N (26 H) 250/2010

ObjID: obj:1541631

Details (Expert)

Datierung
um 1905
Material / Technik
Baumwolltüll, genäht, gestickt
Abmessungen
Länge x Breite: 140 x 40 cm (Schulter)

Objektbeschreibung

Langärmliges, tailliertes Tüllkleid mit weitem in der Taille angeriehenem Unterteil, Filetstickerei, Plattstichblumenborten und kleine Volants sowohl im Oberteil, als auch im unteren Bereich, teilweise durch Druckknöpfe abnehmbarer Kragen, der um den Hals gelegt wird. Das Kleid wird mit Druckknöpfen und kleinen weißen Kunststoffknöpfen in der hinteren Mitte geschlossen.
Die Trägerin des Kleides war Anna Maria Antoinette Eva Mathilde, Gräfin von Schwerin, geb. Wagner
Die im Museum vorhandene Kopie eines Fotos deutet auf ein Leben in den damaligen Kolonien des Deutschen Reiches hin, wahrscheinlich Deutsch-Südwestafrika, da Viktoria von Kaynach, die Enkelin der Trägerin des Kleides ihren Lebensabend in Namibia verbrachte. Sie lebte im Jahr 2006 noch über 90jährig in Swakopmund/heute Namibia in einem Altersheim. Ob das Kleid wirklich in Deutsch-Südwestafrika getragen wurde, lässt sich nicht eindeutig nachweisen.

Es existiert im MEK die Kopie eines Fotos, zu dem sich folgende Familienverhältnisse ermitteln ließen:

Im Vordergrund des Fotos:

 Anna Maria Antoinette Eva Mathilde, Gräfin von Schwerin, geb. Wagner (Trägerin des Kleides). Sie war verheiratet mit Hans Richard Curt(d), Graf von Schwerin, geb. am 22. August 1862 in Koblenz. Von ihm ist die Geburtsurkunde im MEK in Kopie vorhanden.

Im Hintergrund des Fotos:
 
Adelheid Ilse Mathilde Emmy Karola von Schwerin, verheiratete von Elpons, die gemeinsame Tochter der beiden oben genannten Personen und Mutter von Viktoria von Kaynach, der Schenkerin des Kleides.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.