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Palhikwmana

Ident. Nr.: IV B 5106

ObjID: obj:154512

Details (Expert)

Beteiligte
Thomas V. Keam (1901),
Sammler*in
Geografische Bezüge
Südwesten,
Region
Hopi,
Ethnie
Material / Technik
Holz, Federn, Wolle, Stoff
Abmessungen
Höhe: 42 cm
Objektmaß: 41,5 x 34 x 9 cm

Objektbeschreibung

Diese Figur einer Palhikwmana ("Flüssigkeit trinkendes Mädchen" oder auch "Mais mahlendes Mädchen") ist eine der schönsten Kachinas der Berliner Sammlung. Der aufwendig gestaltete und bemalte Kopfaufsatz wird von Wolkenterrassen gekrönt. Die Bekleidung aus Stoff und Wollfäden entspricht dem Zeremonialgewand von Palhikwmana. Die Figur zu den Kachinas der älteren Hopisammlung, die 1991 aus Leipzig zurückkehrten. Trotz aufwendiger Restaurierung hat das russische Exil bleibende Spuren hinterlassen: Die Bemalung am Kinn und an der Stirn ist abgeschabt, ein Teil des linken Fußes und der gelben Blüte rechts am Kopfaufsatz sind abgebrochen, die ursprünglich am Kopfaufsatz befestigten Federn sind nicht mehr vorhanden.

Letzte Aktualisierung: 16.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.