Logo

Erzgebirgische Weihnachtspyramide, vierstöckig

Ident. Nr.: N (53 Y) 392/2010

ObjID: obj:1549893

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Hans Reichelt (22.04.1922–2003)
Datierung
um 1985
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 139,5 x 43 x 43 cm
Durchmesser: Flügelrad 51,5 cm
Kistenmaß: Karton 94 x 40 x 39 cm

Objektbeschreibung

Stabpyramide mit 4 Etagen und abnehmbarem Flügelrad. Die Achse steckt in einer Messinghülse, an der die hölzernen Drehteller befestigt sind. Die Pyramide ist aus naturbelassenem Holz, nur die Figuren und die Außenseiten der Drehscheiben sind farblich gefasst. Die unterste Etage zeigt einen Bergaufzug mit 17 Figuren, die Etage darüber eine Anbetungsszene an der Krippe mit Engel, Maria und Josef, ihnen folgen die Hl. Drei Könige, sowie zwei Hirten mit einer Schafherde und Hund. Auf der dritten Etage stehen drei Bäume aus grün gefärbtem Luffaschwamm und davor eine Pilzsammlerfamilie (3 Figuren), ihnen folgen ein Jäger und ein Kiepenträger. Außerdem gibt es drei Hasen, einen Dackel und Pilze. (Vermutlich fehlen einige kleinere Teile (Pilze?), da es drei freie Klebestellen gibt.) Auf der obersten Etage ist ein Hirte mit sechs Schafen und einem Hund zu sehen. Die hölzernen Lichterhalter für die Pyramide sind an der unteren Etage und in Höhe der dritten Etage versetzt angebracht. In die vier Seitenstäbe (Länge 85 cm) der Pyramide sind jeweils unten und oben mit 2 bzw. 3 aufgerollte Holzspäne eingelassen. Die hölzernen Flügel sind jeweils 23,5 cm lang und einseitig mit einer braunen Verzierung versehen. Sie werden einzeln in die Spitze gesteckt, an der oben eine goldene Zwiebelspitze angebracht ist.
Die Pyramide steckt in einem Originalkarton mit einem Aufkleber des VERO Olbernhau mit Abbildung der Pyramide. Die Pyramide war Teil einer 30-teiligen Sendung an Käthe Wohlfahrt in Rothenburg o.T., Absender war das VEB Kombinat Holzspielwaren VERO Olbernhau. Die Pyramide hatte die Typen Nr. 52 64 330/129/160.
Lt. Leichsenring (2009, S. 144) stellte der VERO Olbernhau um 1970 erstmals eine Stabpyramide mit vier Laufscheiben nach einem Entwurf von Hans Reichelt (1922-2003) her, die mit Spanlocken an den Streben verziert war, im Buch leider ohne Abbildung.

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.