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Demotisches Ostrakon mit einem Tempeleid: Streit um die jährlichen Ansprüche einer Frau

Ident. Nr.: P 235

ObjID: obj:1553825

Details (Expert)

Beteiligte
Adolf Erman (1899),
Käufer*in
Weitere Titel
Sammlungstitel: Demotisches Ostrakon mit einem Tempeleid: Streit um die jährlichen Ansprüche einer Frau
Übersetzung: Demotic ostracon with a temple oath: Dispute over the annual entitlements of a woman
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 10,3 x 10 x 1 cm

Objektbeschreibung

Auf diesem Ostrakon ist ein demotischer Tempeleid notiert. Es handelt sich dabei nicht um einen kultischen Text, sondern um eine juristische Prozessurkunde, die ein doppeltes Urteil je nach Entscheidung des Beklagten enthält. Letzterer ist hier Paischwer, Sohn des Psenpathes. Er soll im Tempel vor dem Gott Month einen Eid leisten, um sich damit gegenüber Herieus zu verpflichten, die jährlichen Ansprüche einer (Ehe?)Frau zu berücksichtigen. Sofern er den Eid nicht leistet, kommt das gegenteilige Urteil zum Tragen, dies ist jedoch nicht mehr erhalten.
J. Moje

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).