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o.T. [Weihnachtspyramide der Familie Fritzsch]

Ident. Nr.: N (53 Y) 441/2010

ObjID: obj:1558539

Details (Expert)

Beteiligte
Herstellung: Dr. Karl-Ewald Fritzsch (27.7.1894 - 2.10.1974)
Datierung
1920/23
Material / Technik
Holz (gefaßt), Metall, Masse, Pappe, Papier
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 117 x 61,5 x 61,5 cm
Durchmesser: Flügelrad 60 cm
Kistenmaß: Holzkiste 133 x 68 x 65,5 cm

Objektbeschreibung

Perlenieretagige Drehturmpyramide mit Säulen und blauem Flügelrad. Den oberen Abschluss der Etagen bildet eine der Dresdener Frauenkirche nachgebildetes Gebäude mit goldener Kuppel und vier kleineren Türmchen. Die Figuren - sie wurden vermutlich von Karl Müller gefertigt - befinden sich auf den vier Drehtellern. Auf dem Sims der oberen Etage stehen vier Engel. Die Simse der Etagen darunter sind mit Spanbäumen und Figuren des Waldmanns und der Waldfrau bestückt. Eine Figur (vermutlich eine Waldfrau) fehlt. Die Pyramide steht auf vier gedrechselten weißen Holzfüßchen. Die Flächen der Simse sind grün, die Kanten golden gestrichen. Die Säulen, Säulenverkleidung, die Drehteller und die Verkleidung der Mittelachse sind ebenfalls mit weißer Lackfarbe gestrichen. Die Flügelradspitze ist blau gestrichen und kann 12 Flügel aufnehmen. Sie wurde lose mitgeliefert und passt offenbar nicht mit in den Verpackungskaton.
Als Lichterhalter wurde ein Karton ("Exklusiv" Familienanzeigen lgd. von 1975) mit der Aufschrift "Lichterhüllen" mitgeliefert. Darin befinden sich zahlreiche Lichterhalter aus Metall, wie sie auch für Weihnachtsbäume verwendet werden. Viele tragen die Aufschrift "DRP". An einigen Säulenverkleidungen der Pyramide gibt es kleine Aussparungen unter den Simsen, die auf evtuelle ursprünglich vorhandene ansteckbare Licherhalter hinweisen. An diesen Stellen weist die Grundplatte z.B. auch Abnutzungsspuren auf.
In einem orangefarbenen Schuhkarton (Depéche) wurden die Flügel mitgeliefert. Der Karton trägt die Handschrift Aufschrift Pyramide Onkel Ewald: Kerzenhalter und Flügel.
Die Flügel sind aus Sperrholz und blau gestrichen. Auf einer Seite wurden kleine silber- und goldfarbene Sterne aufgemalt.
Die Figurendarstellungen auf den vier Etagen zeigen unten: einen Bergaufzug, darüber eine Anbetungsszene an der Krippe mit den Heiligen Drei Königen, darüber eine Hochzeitsgesellschaft mit Pfarrer (Seiffener Hochzeitszug?), auf der obersten, mit Figuren bestückten Etage sind zwei Tanzpaare und zwei Schaukelpferdreiter zu sehen (ein Pferdekopf fehlt).

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."