Logo

Hebräisches Pergament mit Teilen des Psalters

Ident. Nr.: P 11968

ObjID: obj:1566359

Details (Expert)

Beteiligte
Schubart, Wilhelm,
Mäzen*atin
Datierung
Byzantinische (Koptische) Zeit (Ägypten)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Hebräisches Pergament mit Teilen des Psalters
Übersetzung: Hebrew parchment with parts of the Psalter
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 13,2 x 21 cm

Objektbeschreibung

Dieses Pergamentblatt stellt zwei Doppelseiten aus einem Kodex, also einem Buch, dar.
Der Text ist in hebräischer Sprache und Schrift abgefasst und enthält Teile einiger Psalme aus dem Psalter der hebräischen Bibel. Konkret handelt es sich hier um Psalm 87,4 ff, Psalm 88, sowie Psalm 89, 1-3. Die Punktation ist mit einer anderen Tinte nachträglich eingesetzt worden. Das Blatt stammt also vermutlich aus einer Bibelhandschrift.
Es wurde 1912 von Wilhelm Schubart dem Museum geschenkt.
J. Moje

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Hieratischer Papyrus mit dem Totenbuch der Senchonsis

Hieratischer Papyrus mit dem Totenbuch der Senchonsis

Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.V. Lepper