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Ident. Nr.: E 1347/1880

ObjID: obj:1569253

Details (Expert)

Beteiligte
Albert Voss (24.04.1837 - 19.07.1906),
Empfänger*in
Fedor Jagor (30.11.1816 - 11/12.2.1900),
Absender*in
Li Fong Pao (1880),
Empfänger*in
Adolf Bastian (26.6.1826 - 3.2.1905),
Notiz
Friedrich Wilhelm Karl Dönitz (27.6.1838 - 12.3.1912),
Empfänger*in
J[ulius] Dielitz (1834),
Absender*in
Gebr. Unger (Th. Grimm) (1880),
Drucker*in
Datierung
1880
Geografische Bezüge
Absendeort: Berlin
Material / Technik
—

Enthält: Schreiben mit beiliegendem Zettel Dr. F. Jagor an Dr. Voss o.D. betr. Jagors Besuch beim chines. Gesandten mit einer Empfehlung v. Radowitz wegen der Gegenstände auf der Fischerei Ausstellung. - kurzes Schreiben [Unterzeichner nicht lesbar] betr. Dr. Jagor - am Rand Vermerke von Dr. Voss -- Internationale Fischerei-Ausstellung Berlin 1880 - Katalog der Niederländisch Ost-Indien eingesandten Gegenstände. Druck von Gebr. Unger (Th. Grimm, Schönebergerstr. 17a [Katalog versehen mit Markierungen und Notizen, auf der Vorderseite ebenfalls eine Anmerkung von Dr. Voss ?] -- kurzer Entwurf für ein Schreiben des Generaldirektors der königl. Museen an den kaiserlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Herrn Li-Fong-Pao, Excellenz hier [=Berlin] Von der Heydtstrasse 15 -- Aktenvermerk: Herr Professor Dr. W. Dönitz überreicht der ethnologischen Abteilung der kgl. Museen folgende Gegenstände als Geschenk: 5. Positionen mit Ident. Nr. I D 3814-3818. Inv. vermerk sub. I 26, Berlin 21 September 1880 A.Bastian - rückseitig Dr. Voss, Bln 19.6.80 betr. Prof. Dönitz - Entwurf Schreiben der Generalverwaltung der königlichen Museen, Berlin, den 22. Juni 1880 an Herrn Professor W. Dönitz, Hochwohlgeb., hier [=Berlin], Alte Leipzigerstrasse 1 II Tr. [gez.] der Generaldirektor [in Vertretung ?] D.[ielitz]

Letzte Aktualisierung: 10.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.