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Pigment, blau

Ident. Nr.: ÄM 37286

ObjID: obj:1581602

Details (Expert)

Beteiligte
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Datierung
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
Weitere Titel
Sammlungstitel: Pigment, blau
Übersetzung: Blue pigment
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 9 x 6,4 x 2 cm

Objektbeschreibung

Ägyptisch Blau ist ein Pigment, das wegen seiner Seltenheit oft künstlich hergestellt wurde. Auch kommt der Farbe Blau bei den Ägyptern keine allzu große Symbolik bei. Es ist die Hautfarbe des Luftgottes Amun und wird für Kronen und Bärte der Götter verwendet oder als Imitation von Lapislazuli. Bei der Herstellung von Farben wurden die Pigmente zu Puder zermahlen, danach mit Harz sowie Wasser vermischt bzw. angerührt und in Form von Tabletten getrocknet. In dieser Form gelangten sie auf die Malpaletten der Ägypter, wo sie, erneut mit Wasser angerührt, auf die zu bemalende Fläche aufgetragen werden konnten.
(J. Jancziak)

Letzte Aktualisierung: 24.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Hieroglyphischer Papyrus mit dem Totenbuch der Hausherrin Keku

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.V. Lepper