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Gesteppte Kappe

Ident. Nr.: 9319 -9320

ObjID: obj:1584970

Details (Expert)

Datierung
verbale Datierung: 11.-14. Jahrhundert
Geografische Bezüge
Ägypten,
Land/Region
Material / Technik
Seide, Leinen und Papier
Abmessungen
Durchmesser: 18 cm
Erwerbung
1923 von der Ägyptischen Abteilung überwiesen; aus den Grabungen von Georg Schweinfurth in Arsinoe/Krokodilopolis; 1897 im ÄM inventarisiert

Objektbeschreibung

Die gesteppte Kappe ist in zwei Teilen erhalten. Das runde Stück bildete die Kalotte, der gebogene Streifen den unter der Kalotte umlaufenden Rand. An beiden Teilen sind die Verbindungsnähte gelöst, so dass die ehemals halbkugelige oder kegelartige Form heute flach ausgelegt ist.
Beide Teile, Kalotte wie auch umlaufender Rand, bestehen aus jeweils fünf übereinander liegenden Lagen: zuoberst ein mattblaues Seidengewebe, darunter ein ungefärbtes Leinengewebe, wohl zur Stützung, unter diesem eine Papierschicht, möglicherweise zur Versteifung, darunter bedecken Faserwülste zur Wattierung oder Verdickung die gesamte Innenfläche. Zuunterst schließlich ist ein ungefärbtes, leinenes Trägergewebe angebracht. Diese fünf Lagen sind durch musterbildende Steppstiche aus dunkelblauem Garn miteinander verbunden, die die gesamte Fläche überziehen.
Die Kalotte wurde aus sechs dreieckig zugeschnittenen Stücken zusammengesetzt. Der runde Scheitelabschnitt im Zentrum der Kalotte ist durch eine schwarzblaue Lochstickerei durchbrochen, die wahrscheinlich für Luftzufuhr sorgte. In der Mitte ist ein ehemals schwarzblauer, aus einem verknoteten Faden gebildeter Zierknopf angebracht.
Das umlaufende Randstück war ehemals an der Unterkante der Kalotte befestigt. An der Spitze eines Dreiecks der Kalotte und an einer einzelnen Stelle des umlaufenden Randstreifens ist die Kappe mit einer schmalen Borte verziert. Für diese Borte wurden Kettfäden mit goldfarbiger Metallauflage verwendet. Rekonstruiert man die Lage des Randes zur Kalotte gemäß den Gebrauchsspuren, so saßen diese beiden Goldverzierungen nicht auf derselben, sondern auf zwei verschiedenen Seiten der Kappe, und zwar im linken und rechten Seitenbereich.
Kalotte und umlaufender Randstreifen sind mit unterschiedlichen, dunkelblau gesteppten geometrischen Mustern überzogen. Die Dreiecke der Kalotte sind abwechselnd mit einem Netz aus sternförmig angeordneten Rauten und einem Netz aus Tropfenformen oder Schuppenmustern verziert; das umlaufende Band schmückt ein dreizeiliges Flechtband.
Auf der Innenseite der Kappe ist eine Stelle mit roter Verfärbung festzustellen, die von einem anderen, unter der Kappe getragenen Gewebe stammen könnte.

Letzte Aktualisierung: 30.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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