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Hans schlafend

Ident. Nr.: NG 27/64-85

ObjID: obj:1586501

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Käthe Kollwitz (1867 - 1945),
Zeichner*in
Hans Kollwitz (1892-1971),
Dargestellt
Datierung
Herstellung: um 1908/09
Geografische Bezüge
Berlin,
Stadt
Provenienz
Käthe Kollwitz (1867-1945),
bis 1945
Nachlass/Vermächtnis: Hans Kollwitz (1892-1971),
1945-1964
Schenkung: Nationalgalerie Berlin (West),
1964-1986
Abmessungen
Blattmaß: 48,1 x 63,4 cm

Objektbeschreibung

Bildnis des ältesten Sohnes [#vgl. Ident. Nr. 93-1906], dessen Verschlossenheit und Hang zur Melancholie als Jugendlicher Käthe Kollwitz in ihren Tagebüchern und Briefen an Hans oft beschäftigten. Zwischen der Künstlerin und diesem Sohn bestand - gefördert
durch den tragischen frühen Tod des jüngeren Bruders - zeitlebens eine besonders enge Bindung. Ein Ähnliches, wohl um 1908 zu datierendes Blatt [...] besitzt das Käthe Kollwitz Museum Köln. Dort wirkt der Dargestellte im Ausdruck weicher und deutlich jünger. Unsere Zeichnung dagegen, eine sehr subtile psychologische Studie des Heranwachsenden, betont durch die klaren, im Körperbereich fast abstrakten Linien und das Licht die Strenge seines Charakters.
Hans Kollwitz studierte in Berlin, Freiburg und Bonn Medizin, Philosophie und Literaturwissenschaft. Nach der Beendigung seines Studiums arbeitete er in Berlin als Arzt und Psychotherapeut. Die meisten Kollwitzzeichnungen des Berliner
Kupferstichkabinetts sind Geschenke von ihm an die Neue Nationalgalerie.

(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 92-93, Kat.-Nr. 104)

Letzte Aktualisierung: 26.01.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)