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Römisches Skizzenbuch I, mit 76 Seiten (ehemals Klebeband mit eingefügten Skizzenbuchblättern, seit der Ausstellung 2024 einzeln bzw. in Passepartouts aufbewahrt)

Ident. Nr.: 79 D 2

ObjID: obj:1591278

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Maarten van Heemskerck (1498 - 1574),
Zeichner*in
Ausführung: Unbekannt,
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: um 1532 - 1536
Provenienz
Maarten van Heemskerck (1498-1574),
1532/36-1574
Jacob Rauwaert (1530-1597),
1574
Cornelis van Haarlem (1562-1638),
11.11.1638
Pieter Jansz. Bagijn (1600/1605-1648),
11.11.1638–1639
Pieter Saenredam (1597-1665),
1639–1665
Pierre Crozat (1661-1740),
bis 10.4./13.5.1741
Kauf: Robert Hecquet (1693-1775),
1741–1741
Kauf: Pierre Jean Mariette (1694-1774),
1741-15.11.1775/30.1.1776
Kauf: Antoine Bourlat de Montredon (-1777),
1775–16.3.1778
Kauf: Desmarets,
16.3.1778
Hippolyte Destailleur (1822-1893),
1879

Letzte Aktualisierung: 02.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Sankt Peter von Südosten

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)